Verbesserung der Krebsdiagnostik

Projekt abgeschlossen
Dr. Anthony Samuel Facharzt Nuklearmedizin Vorsteher der Radiologieabteilung des Mater-Dei-Spitals präsentiert den PET-Scanner.
Dr. Anthony Samuel Facharzt Nuklearmedizin Vorsteher der Radiologieabteilung des Mater-Dei-Spitals präsentiert den PET-Scanner. © DEZA SDC

Die Installation eines modernen Tomographen im öffentlichen Spital in Malta ermöglicht der Bevölkerung den Zugang zu einer verbesserten Krebsdiagnostik. Bis anhin mussten sich Patienten zur Krebsdiagnostik entweder ins Ausland oder in die Privatklinik begeben, was für viele Malteser aus finanziellen Gründen nicht möglich war. Das Projekt verringert somit die Ungleichheiten im maltesischen Gesundheitswesen. 

Land/Region Thema Periode Budget
Malta
Soziale Sicherheit erhöhen
Modernisierung von Spitälern
01.03.2010 - 31.05.2013
CHF 2'794'000

Hinweis: Die Texte in allen Rubriken, mit Ausnahme «Erreichte Resultate», beschreiben die Situation vor Projektbeginn.

Ein moderner Tomograph für Malta

Um Krebs effizient und erfolgreich behandeln zu können, benötigt es eine zeitgemässe Infrastruktur zur Krebsdiagnose. Diese Infrastruktur war in Malta nur in einer Privatklinik vorhanden. Dadurch waren breite Teile der maltesischen Bevölkerung aus finanziellen Gründen vom Zugang zur modernen Krebsdiagnose ausgeschlossen, denn eine Behandlung in der Privatklinik oder im nahen Ausland müssen die Patienten selbst bezahlen. Durch das Projekt ist dieser Zugang für die gesamte Bevölkerung Maltas gewährleistet.. 

Eine neue, moderne Variante der Krebsdiagnose 

Um Krebs sinnvoll bekämpfen zu können, muss man zuerst herausfinden, wo sich dieser befindet und welche Körperteile betroffen sind. Die radiologische Infrastruktur für eine frühzeitige Krebsdiagnose war in Malta jedoch ungenügend. Eine neue, genaue und schnelle Variante der Krebsdiagnose ist die Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Eine solche Behandlung ist indes sehr kostenintensiv. 

Nicht für alle Bevölkerungsschichten zugänglich

Durch das Projekt wurde ein moderner PET-Scanner im wichtigsten öffentlichen Spital „Mater Dei“ in Malta finanziert und installiert. Die Installation des PET-Scanners in einem öffentlichen Spital und damit im öffentlichen Gesundheitswesen trägt zum gleichberechtigten Zugang der Bevölkerung zur Pflege auf Malta bei. Die einkommensschwächeren Einwohner müssen für diese Therapiemöglichkeit nicht mehr selber aufkommen, denn die Kosten der onkologischen Behandlung im Spital werden dem Patienten vom maltesischen Gesundheitswesen zurückerstattet. Dies ist zugleich der erste Schritt in Richtung eines eigenständigen Onkologiezentrums in diesem Spital. Dabei arbeitete das Spital bei der Auswahl des PET-Scanners sowie zu Ausbildungszwecken des Personals bei der Handhabung des Gerätes mit dem Onkologischen Institut der italienischen Schweiz (IOSI) in Bellinzona zusammen.

 

Durch das Projekt wurde somit:

• Ein Positron-Emissions-Tomograph im öffentlichen „Mater Dei“ Spital in Malta installiert.

• Der Zugang zur verbesserten Krebsdiagnose für die gesamte Bevölkerung Maltas sichergestellt, unabhängig vom finanziellen Hintergrund.

• Die Krebsdiagnose und dadurch auch die Krebsbehandlung auf Malta verbessert.

• Ein eigenständiges Onkologiezentrum im Spital „Mater Dei“ vorangetrieben.

• Das Personal mit dem Umgang des PET-Scanners geschult.

 

Die Schweiz unterstützt das Projekt aus Mitteln des schweizerischen Erweiterungsbeitrages mit 2,8 Millionen Franken. Seit der Installation des Tomographen im öffentlichen Spital „Mater Dei“ Anfang 2013, konnten bereits ungefähr 10‘000 Untersuchungen an Patientinnen und Patienten durchgeführt werden. Die Kosten für den Unterhalt und das Personal werden nun nach Abschluss des Projektes als integrierter Teil des öffentlichen Gesundheitssystems von Malta übernommen.