Staatssekretärin im Baltikum

Artikel, 22.05.2015

Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch weilte vom 18. bis 22. Mai 2015 im Baltikum. Unter anderem besuchte sie drei Projekte, die die Schweiz mit ihrem Erweiterungsbeitrag unterstützt.

Staatssekretärin Ineichen-Fleisch mit Rolands Paņko von der lettischen Entwicklungsbank
In Riga besuchte Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch ein Unternehmen, das einen Kredit aus dem schweizerisch-lettischen Mikrokreditprogramm erhalten hat. Altum/SECO

Mütter- und Kindersterblichkeit in Litauen senken

In Vilnius führte die Reise in eine Geburtsklinik, die die Schweiz mit ihrem Programm zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern in Litauen unterstützt (Schweizer Beitrag: 45.6 Millionen Franken). Ursprünglich war geplant, dass die Schweiz in 22 Spitälern die medizinische Ausrüstung und veraltete Spitalinfrastrukturen modernisiert, das Gesundheitspersonal schult sowie 16 der Spitäler energieeffizient saniert. Dank dem starken Schweizer Franken und Einsparungen bei den Ausschreibungen, können schlussendlich 27 Spitäler medizinisch besser ausgerüstet und 24 Spitäler energieeffizient saniert werden.

Projektbeschrieb (PDF, Anzahl Seiten 52, 491.6 kB, Deutsch)

Investitionsklima in Estland verbessern

In Tallinn traf die Delegation die Organisationseinheit des Finanzministeriums, die in Estland ein Projekt umsetzt, das die Anwendung internationaler Normen im Bereich der Finanzberichterstattung und –revision fördert (Höhe des Schweizer Beitrags: 1,8 Millionen Franken). Das Projekt trägt zur Verbesserung des Investitionsklimas und zur Vorbeugung von Finanzkrisen bei:

  • Behörden und Verbände besitzen dank der Teilnahme an Schulungen (insgesamt rund 5‘400 Teilnehmertage) Kenntnisse im Bereich der internationalen Normen für Rechnungslegung und Buchprüfung.
  • 306 Auditoren haben ihre Wiederzulassungsprüfungen bestanden.
  • Internationale Normen sind auf Estnisch übersetzt.
  • Die Universität Tartu hat einen Masterstudiengang im Bereich Finanzaudits eingeführt.
  • Den KMU erleichtert eine neu entwickelte Audit-Software die Arbeit.

Projektbeschrieb (PDF, Anzahl Seiten 2, 539.8 kB, Deutsch)

Arbeitsplätze in Lettland schaffen

In Riga besuchte Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch schliesslich ein Unternehmen, das einen Kredit aus dem schweizerisch-lettischen Mikrokreditprogramm erhalten hat. Das im Bereich Bodenbeläge und Möbelreinigung tätige Unternehmen „LLC Diamond technologies“ kaufte mit einem Mikrokredit in der Höhe von 7‘200 Euro einen Diamantbohrer, eine Diamantsäge, einen Perforator und Reinigungsgeräte. Der Unternehmer konnte dank dem Mikrokredit das Unternehmen vergrössern und beschäftigt nun drei Mitarbeiter.

Das Mikrokreditprogramm (Schweizer Beitrag: 7,92 Millionen Franken) erleichtert Kleinstunternehmen und selbständig Erwerbenden den Zugang zu Krediten. Mit dem Schweizer Beitrag konnten mehr als 1‘000 Mikrokredite vergeben und rund 2‘500 Stellen erhalten oder geschaffen werden. Bereits seit Mitte 2014 läuft das Programm nur noch über Mittel, die aus den zurückbezahlten Krediten generiert werden.

Projektbeschrieb (PDF, Anzahl Seiten 2, 741.4 kB, Deutsch)