Schweizer Interessen

Informationstafel
Die Tafel informiert vor Ort über die von der Schweiz finanzierten Projekte in Polen. © SECO

Der Erweiterungsbeitrag ist der schweizerische Beitrag zu einem sicheren, stabilen, prosperierenden und demokratischen Europa. Er ist ein Bestandteil der schweizerischen Europapolitik. Damit festigt die Schweiz die Beziehungen zur EU und ihren Mitgliedstaaten.

Beziehungen zur EU festigen

Die Erweiterung der EU führt zur Stärkung von Stabilität, Demokratie, Wohlstand und Frieden in Europa. Mit dem Erweiterungsbeitrag unterstützt die Schweiz den Abbau von wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der EU und beteiligt sich damit solidarisch an den Kosten der Erweiterung.

Mit dem Erweiterungsbeitrag festigt die Schweiz nicht nur die bilateralen Beziehungen zu den neuen EU-Mitgliedstaaten, sondern auch zur gesamten EU. Der Erweiterungsbeitrag ist Teil der Schweizer Europapolitik und stärkt das Ansehen der Schweiz im Ausland.

Chancen für die Schweizer Wirtschaft nutzen

Die Erweiterung der EU hat der Schweiz viele Vorteile gebracht und erhebliche Export- und Investitionsmöglichkeiten eröffnet. Das Schweizer Engagement verbessert die Sichtbarkeit und damit auch die Chancen der Schweizer Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen, insbesondere im Rahmen der EU-Strukturfonds und des EU-Kohäsionsfonds. In einer Umfrage zeigte sich, dass kleinere und grössere Schweizer Unternehmen 2010-2015 mehr als 580 Aufträge im Umfang von rund zwei Milliarden Franken aus EU-finanzierten Projekten in den 13 Partnerländern erhalten haben. Da Schweizer Unternehmen gegenüber dem Bund keine Informationspflicht über erhaltene Aufträge haben, bildet diese Erhebung nur einen Teil der Aufträge ab.

Weiter gab es direkte Rückflüsse aus dem Erweiterungsbeitrag. Rund zehn Prozent der gesprochenen Beiträge kamen den im Programm involvierten Schweizer Unternehmen, Verbänden und Universitäten für ihre erbrachten Leistungen in den Partnerländern zugute. 88 bilaterale Forschungspartnerschaften ermöglichten ausserdem die Anmeldung von 28 neuen Patenten und stärkten so den Forschungsstandort Schweiz.

Partnerschaften stärken

Es entstanden mehrere hundert neue Partnerschaften zwischen Institutionen in den Partnerstaaten und der Schweiz. Diese sind für die Vernetzung der Schweiz in Europa sehr wertvoll. Die Zusammenarbeit fördert den Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie die Schweizer Präsenz in Europa.

Grenzüberschreitende Herausforderungen annehmen

Zahlreiche Projekte waren im sicherheitspolitischen Interesse der Schweiz, da sie beispielsweise den Schutz der Schengen-Aussengrenzen, den Kampf gegen organsiertes Verbrechen oder die Integration von Migrantinnen und Migranten förderten. Auch die Umweltverschmutzung macht nicht an den Landesgrenzen halt. Schweizer Projekte halfen mit, Altlasten zu sanieren, die Luft- und Gewässerqualität zu verbessern und die Treibhausgase zu reduzieren.