EU-Osterweiterung

Zwei ältere bulgarische Frauen mit Ziege
Mit der EU-Osterweiterung sind die wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewichte in der EU deutlich gewachsen. © DEZA

Die Osterweiterung stellte die EU vor neue Herausforderungen. Obwohl die neuen EU-Mitgliedstaaten aufholen, bleiben wesentliche Unterschiede in der Entwicklung der Länder bestehen. Für die EU ist die Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts ein zentrales Anliegen. Die Schweiz beteiligt sich mit einem autonomen Beitrag an der Bewältigung dieser Herausforderungen.

Am 1. Mai 2004 sind der EU zehn neue Mitgliedstaaten beigetreten: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Drei Jahre später, am 1. Januar 2007, kamen Bulgarien und Rumänien dazu. Am 1. Juli 2013 trat Kroatien als 28. Mitgliedstaat der EU bei. Diese Osterweiterung stellte die EU vor grosse Herausforderungen, da die wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der EU aufgrund des Beitritts ärmerer Staaten nochmals deutlich zugenommen haben.

Kurzporträt Erweiterungsbeitrag

Seit 2007 beteiligt sich die Schweiz an verschiedenen Projekten zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten EU mit 1,302 Milliarden CHF

Wirtschaftliche und soziale Ungleichgewichte in der EU

Obwohl die neuen EU-Mitgliedstaaten aufholen, bleiben wesentliche wirtschaftliche und soziale Unterschiede bestehen. Ihr Pro-Kopf-Einkommen ist im Durchschnitt immer noch deutlich tiefer als in den alten Mitgliedstaaten

EU-Kohäsionspolitik und EWR-Finanzmechanismus

Die Mittel der EU für die Regional- und Kohäsionspolitik von 2014–2020 belaufen sich auf mehr als 350 Milliarden EUR. Die drei EFTA/EWR-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein leisten 2014-2021 ihrerseits einen Beitrag von rund 2,8 Milliarden EUR.

Schweizer Interessen

Der Erweiterungsbeitrag ist ein Bestandteil der schweizerischen Europapolitik. Damit festigt die Schweiz die Beziehungen zur EU und ihren Mitgliedstaaten