Bilaterale Beziehungen Schweiz–Tibet

Tibet ist eine Region der Volksrepublik China mit einem Autonomiestatut für die tibetische Bevölkerung. Administrativ gilt Tibet als Provinz. Als Teil eines Staats ist Tibet völkerrechtlich nicht souverän. Folglich unterhält die Schweiz keine direkten offiziellen Kontakte.

Schwerpunkte der bilateralen Beziehungen

Die Schweiz beherbergt die zweitgrösste tibetische Gemeinschaft ausserhalb Asiens, die sehr gut integriert ist. Deshalb beobachtet die Schweiz die Situation in den von Tibetern bewohnten Gebieten Chinas mit Interesse. Im Menschenrechtsdialog zwischen der Schweiz und China kommt Tibet regelmässig zur Sprache. Um die Lage der Menschenrechte in Tibet zu verbessern und eine nachhaltige und friedliche Lösung der tibetischen Frage zu ermöglichen, ermutigt die Schweiz alle Beteiligten zum Dialog.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Als geistiger Führer der buddhistischen tibetischen Gemeinde besuchte der Dalaï-Lama mehrfach die Schweiz. Auf Grund ihrer humanitären Tradition nahm die Schweiz seit den 1950er Jahren eine grosse Zahl tibetischer Flüchtlinge auf.