Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika

Die Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika (AMON) ist zuständig für die bilateralen Beziehungen der Schweiz mit den Staaten, die zu diesem geografischen Gebiet gehören. Ihre Hauptaufgabe ist die Wahrung der schweizerischen Landesinteressen in diesem Raum. Dazu koordiniert sie die aussenpolitischen Aktivitäten der verschiedenen Bundesstellen.  

Die Abteilung steht in ständigem Kontakt mit den Botschaften, Generalkonsulaten, Konsulaten, Konsularagenturen sowie Verbindungs- und Programmbüros der Schweiz in den Gebieten, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Sie  wirkt aktiv bei der Definition und Umsetzung der schweizerischen Aussenpolitik mit. Ebenso  verfolgt und analysiert sie laufend das Tagesgeschehen und die Entwicklung der politischen, wirtschaftlichen und humanitären Situation in Nordafrika und im Nahen und Mittleren Osten. 

Die wichtigsten Aktivitäten der Abteilung im Zusammenhang mit den Ländern ihres geografischen Zuständigkeitsbereichs sind: 

  • Erarbeitung von politischen Positionen und Umsetzung der schweizerischen Aussenpolitik auf bilateraler Ebene
  • Koordination der internationalen Aktivitäten der verschiedenen Dienststellen der Bundesverwaltung
  • Aufrechterhaltung eines regelmässigen Dialogs mit den Vertretungen ausländischer Staaten in unserem Land und Ausarbeitung von Weisungen an die schweizerischen Vertretungen im Ausland
  • Vorbereitung der Auslandreisen des Departementsvorstehers und der Staatssekretärin des EDA sowie der Bundespräsidentin oder des Bundespräsidenten
  • Vorbereitung von Besuchen ausländischer Delegationen beim Departementsvorsteher und der Staatssekretärin des EDA sowie der Bundespräsidentin oder dem Bundespräsidenten
  • Vorbereitung, Koordination und Leitung von politischen Konsultationen mit Ländern der Region, wenn sie auf Abteilungsleitungsebene geführt werden
  • Follow-up und Umsetzung der Entscheidungen, die während dieser Besuche, Gespräche und politischen Konsultationen getroffen wurden

Nordafrika

In Zusammenarbeit mit anderen Diensten verfolgt die Regionalkoordination Nordafrika die Entwicklungen und koordiniert die Aktivitäten der Schweiz in den Staaten Nordafrikas. Das Engagement der Schweiz basiert auf dem Programm Schweiz-Nordafrika  2011–2016. Thematisch liegt der Fokus auf der Unterstützung der demokratischen Transition und der wirtschaftlichen Entwicklung, der Förderung der Menschenrechte, dem Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen und auf der Etablierung eines nachhaltigen Migrationsmanagements; dieses Engagement wird mit der neuen Kooperationsstrategie Schweiz-Nordafrika 2017–2020 weitergeführt.

Naher Osten

Der Rahmen für die Tätigkeiten der Regionalkoordination Naher Osten bildet die EDA-Nahoststrategie 2015–2018. Die Strategie definiert das Ziel des EDA-Engagements im Nahen Osten folgendermassen:
«Errichtung eines unabhängigen, lebensfähigen, zusammenhängenden und demokratischen Staats Palästina, der in Frieden und Sicherheit Seite an Seite mit einem demokratischen Staat Israel besteht, auf der Grundlage der Grenzen von 1967 und des Völkerrechts sowie einer regionalen und umfassenden Verhandlungslösung für den Nahostkonflikt, die alle hängigen Fragen, einschliesslich Grenzen, palästinensische Flüchtlinge, Jerusalem, Sicherheit, Gefangene und Wasser, regelt». 

Der Syrien-Konflikt hat grosse Auswirkungen, auch auf die Nachbarländer Syriens. Eine umfassende Strategie definiert das Schweizer Engagement in den Ländern Syrien, Libanon, Iran und Jordanien. Es geht in erster Linie um die humanitäre Hilfe zugunsten der Flüchtlinge in der Region, an der sich verschiedene Bundesstellen beteiligen. Dieses Programm der humanitären Hilfe ist das grösste je von der Schweiz umgesetzte Programm. Die Schweiz setzt sich gleichzeitig für eine politische Lösung des Syrienkonflikts ein.

Golfstaaten und Iran

Die Golfstaaten und der Iran spielen eine wichtige geostrategische, energiepolitische, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Rolle. Entsprechend koordiniert die Regionalkoordination Golfstaaten und Iran die vielfältigen Beziehungen zu dieser Region. Ein Schwergewicht bilden dabei die Beziehungen zu den beiden Regionalmächten Iran (Roadmap Schweiz-Iran) und Saudi-Arabien, zu denen die Schweiz traditionell gute Beziehungen unterhält. 

Die Schweiz vertritt die Interessen der USA im Iran im Rahmen eines Schutzmachtmandats. Der Jemen-Konflikt hat Auswirkungen auf die ganze Region. Die Schweiz engagiert sich insbesondere in der UNO-Mediation sowie im humanitären Bereich.