Eidgenössisches Departement für
auswärtige Angelegenheiten EDA

«Was rät das EDA?»

Zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland auf Reisen sind, fragen beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA um Empfehlungen und Rat für ihre Rückreise an. Eine Liste von Fragen und Antworten.

24.06.2020
Ein Mann studiert in der Abflughalle eines Flughafens den Abflugplan.

Die Rückreise in die Schweiz ist für viele Schweizer Touristinnen und Touristen derzeit ein schwieriges Unterfangen. © Keystone

Reisen

  

Wohin kann ich ab dem 15. Juni 2020 reisen?

Der Bundesrat hat am 27. Mai 2020 angekündigt, dass die Reisefreiheit und die Personenfreizügigkeit zwischen Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz per 15. Juni 2020 wieder vollständig hergestellt wird. Für andere Länder wird empfohlen, bis auf Weiteres auf nicht dringliche Reisen zu verzichten. Für weitere Informationen konsultieren Sie bitte die Seite Fokus neues Coronavirus (COVID-19).

Wann kann ich auch in andere Länder reisen?

Weitere Lockerungen der Reise-Empfehlungen hängen von der Entwicklung der epidemischen Lage ab. Im Falle von Pandemien wie dem neuen Coronavirus informiert das Bundesamt für Gesundheit auf Bundesebene die Bevölkerung und erlässt Reise-Empfehlungen (www.bag.admin.ch).

Wo kann ich mich über die Gesundheitslage und die interne Situation anderer Länder informieren?

Besteht Maskenpflicht? Schreiben die lokalen Behörden Quarantäne- oder Kontrollmassnahmen vor? Wie sieht es mit der Bewegungsfreiheit aus? Welche Einreiserestriktionen bestehen? Welche Regeln gelten für das Abstandhalten? Diese und viele andere Fragen stellen sich vor einer Reise ins Ausland.

Schweizer Staatsangehörige werden gebeten, die Weisungen und Empfehlungen der jeweiligen Länder zu befolgen. Dies gilt insbesondere für die Nachbarländer, zu denen die Grenzen per 15. Juni 2020 wieder geöffnet werden (nur Deutschland, Frankreich und Österreich). Achtung: Jedes Land hat seine eigenen Vorschriften.

Das EDA rät bei der Planung von Reisen zu grösster Vorsicht. Reisende müssen sich darauf einstellen, dass grenzüberschreitende oder nationale Reiserestriktionen je nach epidemischer Entwicklung wieder verschärft werden könnten. In einem solchen Fall würde die Schweiz keine erneuten Rückholaktionen mehr organisieren.

Weitere Informationen finden Sie auf den folgenden Webseiten:

  • EDA-Webseite Fokus neues Coronavirus (COVID-19)

  • Reisehinweise des EDA für sicherheitsrelevante Informationen in den Bereichen Politik und Kriminalität

  • Informationen zu Einreisebeschränkungen und nationalen Massnahmen sind direkt bei den ausländischen Botschaften in der Schweiz oder auf den Websites der entsprechenden Ministerien der einzelnen Länder erhältlich.

  • Nationale Fluggesellschaften und Transportunternehmen geben Auskunft zur Lage und zum Reiseangebot.

  • Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht Berichte über die Länder, die vom Virus betroffen sind (WHO, Coronavirus).

Wie unterstützt mich das EDA bei einer Reise?

Die Planung, Organisation und Durchführung einer Reise liegt in der Verantwortung jeder und jedes Einzelnen.

Das EDA empfiehlt Reisenden, die Travel Admin App des EDA herunterzuladen und ihre Reisen zu registrieren. Schweizerische und liechtensteinische Staatsangehörige, die im Ausland in eine Notlage geraten, können die Schweizer Vertretungen um Rat und Hilfe angehen oder die Helpline des EDA kontaktieren. Die Hilfeleistung durch das EDA kommt jedoch erst zum Tragen, wenn die Betroffenen alles Zumutbare versucht haben, um die Notlage selber organisatorisch oder finanziell zu überwinden (Hilfe im Ausland, EDA).

Ich bin noch immer im Ausland blockiert. Was soll ich tun?

Das EDA erhält weniger Anfragen von gestrandeten Reisenden, da wir in den letzten Wochen diesbezüglich viele Auskünfte erteilt und über die Möglichkeiten einer Rückkehr in die Schweiz informiert haben.

Die Rückholaktion des EDA ist abgeschlossen, aber wir informieren über uns bekannte Flüge, die von EU-Staaten organisiert werden. In solchen Fällen übernimmt die Schweizer Vertretung im jeweiligen Land die Betreuung.

Wir empfehlen den Personen, sich online zu informieren oder sich an ein Reisebüro oder die Fluggesellschaften zu wenden, um herauszufinden, welche kommerziellen Flüge durchgeführt werden. Gewisse Fluggesellschaften haben den Betrieb wieder aufgenommen. Gestrandete Reisende können sich auch jederzeit direkt zur zuständigen Schweizer Auslandvertretung begeben. Wir empfehlen Reisenden, die Travel Admin App des EDA herunterzuladen und ihre Reisen zu registrieren.

Travel Admin App

  

Warum ist es wichtig, sich bei der Travel Admin App zu registrieren?

Grundsätzlich gibt die App Tipps und Ratschläge für die Vorbereitung von Reisen. Gerade in Krisensituationen ist eine Registrierung von Schweizer aber auch wichtig, weil sie es dem EDA erlaubt, mit den Betroffenen in Kontakt zu treten und ihnen Informationen zu übermitteln. Deshalb sollten Sie neben der Registrierung auch die Zeitspanne und den Ort Ihrer Reise eintragen. So erhält das EDA einen Überblick, wo sich Schweizer Reisende aktuell in der Welt aufhalten. Deshalb ist es auch wichtig, dass Sie Ihren Reiseaufenthalt wieder löschen, wenn Sie wegen des Coronavirus frühzeitig in die Schweiz zurückreisen konnten. Dadurch wird verhindert, dass das EDA unnötig Massnahmen ergreift.

Es liegt in erster Linie in der Verantwortung des oder der Einzelnen, die Rückkehr mit Hilfe eines Reisebüros oder direkt mit der Fluggesellschaft zu organisieren. Das EDA hilft bei der Rückkehr unter anderem mit der Unterstützung bei der Erteilung von Landeerlaubnissen, der Erstreckung von Fristen für Flugverbindungen oder der Informationsvermittlung via die Schweizer Vertretungen vor Ort. Sollte eine selbständige Rückkehr trotz allen Bemühungen nicht möglich sein, prüft das EDA Möglichkeiten für eine organisierte Rückkehr.

Ich habe mich über die entsprechende Travel-Admin-App beim EDA gemeldet, bisher aber keine Informationen erhalten- auch nicht zu den nächsten Tagen geplanten Flügen. Was soll ich jetzt tun?

Wer noch keine Informationen erhalten hat, soll sich bei der Botschaft im Aufenthaltsland per Email melden. Geben Sie der Botschaft ihre Kontaktdaten weiter. Im Verzeichnis der offiziellen Vertretungen der Schweiz oder auf Travel Admin App finden Sie die Kontaktdaten der entsprechenden Schweizer Vertretung.

Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

  

Ich bin Auslandschweizerin/Auslandschweizer; kann ich finanzielle Hilfe vom EDA erhalten?

Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die sich in einer finanziellen Notlage befinden, gewährt der Bund subsidiär (d.h. wenn die eigenen Möglichkeiten und allfälligen Hilfen des Gaststaates keine Verbesserung der Notlage darstellen) unter bestimmten Voraussetzungen Fürsorgeleistungen. Wenden Sie sich dazu an die für Sie konsularisch zuständige Schweizer Vertretung.

Schweizer Vertretungen im Ausland

Formulare Sozialhilfe

Ist eine Rückführung in die Schweiz für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer möglich?

Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die in die Schweiz zurückkehren wollen, wenden sich an die für sie konsularisch zuständige Schweizer Vertretung, um Informationen über mögliche Rückflüge zu erhalten. Die Kosten einer Rückreise werden Ihnen grundsätzlich weiterbelastet.

Was muss ich als Auslandschweizer/Auslandschweizerin bei der Einreise in die Schweiz beachten?

Schweizerinnen und Schweizer können grundsätzlich jeder Zeit in die Schweiz einreisen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie haben viele Länder ihre Einreise- und Aufenthaltsvorschriften geändert (z.B. Schliessung von Grenzübergängen, Ausgangssperren, Quarantäne). Die Bewegungsfreiheit der Personen ist derzeit weltweit stark eingeschränkt. Dies kann bedeuten, dass Sie unter Umständen Ihr Gastland nicht oder nur zu gewissen Bedingungen verlassen können. Jedes Land erlässt seine eigenen Vorschriften. Zu Ihrer eigenen Sicherheit empfehlen wir Ihnen, die Vorschriften Ihres Gastlandes zu konsultieren und zu beachten. Im Notfall können sich Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer mit der für sie konsularisch zuständigen Schweizer Vertretung in Verbindung setzen. Konsultieren Sie zudem regelmässig die Webseite der Vertretung.

Ich bin mittellos und habe keine Verwandten/Freunde in der Schweiz. Erhalte ich eine finanzielle Unterstützung, damit ich in der Schweiz meine Unterkunft und Verpflegung finanzieren kann?

Um ein Gesuch für Sozialhilfe einzureichen, wenden sich Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die in die Schweiz zurückkehren wollen, an die für sie konsularisch zuständige Schweizer Vertretung.

Ich bin Einzelunternehmer im Ausland und bin Auslandschweizer/in, kann ich finanzielle Unterstützung (z.B. bei Einnahmeausfall) aus der Schweiz erhalten?

Für Firmen oder Einzelunternehmer im Ausland sind seitens des Bundes im Rahmen der Verordnung COVID-19 derzeit keine finanziellen Unterstützungen vorgesehen. Bitte klären Sie ihre Möglichkeiten mit den Behörden im Gastland ab.

Ich habe meinen Job im Ausland verloren und möchte in die Schweiz zurückkehren. Welche Hilfe kann ich bei der Stellensuche erhalten?

Grundsätzlich können Sie vor der Rückkehr in die Schweiz die öffentliche schweizerische Stellenvermittlung in Anspruch nehmen. Informationen und Formular finden Sie hier.

Kann ich Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (ALV) erhalten?

Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die in einem EU/EFTA-Staat leben, müssen ihre Ansprüche grundsätzlich im letzten Beschäftigungsland geltend machen. Wenden Sie sich dazu an die Arbeitslosenkasse in Ihrem Gastland.

Bei einer Rückkehr aus einem Staat ausserhalb EU/EFTA besteht unter gewissen Bedingungen (u.a. 12-monatige Beschäftigungszeiten im Ausland und in der Schweiz, davon mindestens 6 Monate in der Schweiz) ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Klären Sie Fragen zu Anspruch und Leistungen der ALV mit der Arbeitslosenkasse in der Schweiz im Voraus ab. Wir empfehlen den versicherten Personen, das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum RAV oder die Arbeitslosenkasse per Telefon oder Mail zu kontaktieren.

Ratgeber Rückkehr in die Schweiz

arbeit.swiss – Rückkehr in die Schweiz (SECO)

Weitere Fragen

  

Mir gehen Medikamente aus, die ich regelmäßig einnehmen muss. Was soll ich tun?

Wenn Sie sich Sorgen machen, dass Ihnen Medikamente ausgehen, sollten Sie folgendes tun:

  • Konsultieren Sie einen Arzt vor Ort, damit er Ihnen ein Rezept ausstellen kann, mit dem Sie sich die notwendigen Medikamente (eventuell Ersatzmedikamente) in einer örtlichen Apotheke besorgen können.
  • Wenn das Medikament vor Ort nicht erhältlich ist und keine Ersatzmedikamente zur Verfügung stehen, erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer Reiseversicherung, bei Verwandten oder Bekannten in der Schweiz, ob sie Ihnen das Medikament direkt zuschicken können, entweder per Post oder per Kurier/Postunternehmen.
  • Wenn alle oben genannten Möglichkeiten ausgeschöpft sind, wenden Sie sich bitte erneut an das EDA und geben Sie an, was Sie unternommen haben und warum es nicht möglich war, die erforderlichen Medikamente zu erhalten. Sie müssen eine Bestätigung eines örtlichen Arztes beilegen, dass vor Ort keine alternativen Medikamente verfügbar sind. Die Anträge werden von Fall zu Fall geprüft. Wenn der Antrag genehmigt wird, erhalten Sie Anweisungen, wie Sie vorgehen sollen.

Werden Rückführungen organisiert, um Schweizerinnen und Schweizer, die aufgrund von Flugannullierungen im Ausland gestrandet sind, zurückzubringen?

Je nach Destination (und Land) präsentiert sich die Lage sehr unterschiedlich.  Der Bund kann im Rahmen seiner Möglichkeiten und nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit subsidiär Hilfe und Unterstützung leisten. Er kann aber die Anordnungen der lokalen Behörden nicht umgehen; diese müssen auch von den Reisenden befolgt werden. In solchen Fällen können Sonderflüge in Betracht gezogen werden, die entweder direkt vom EDA organisiert werden (wie z.B. für die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs «Grand Princess» in den USA) oder in Zusammenarbeit mit Drittländern (z.B. bei zwei Rückflügen von Wuhan nach Frankreich).

Wie viele Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland blockiert sind, sind beim EDA gemeldet?

Aufgrund der COVID-19-Krise ist für viele Schweizer Touristen auf der ganzen Welt die Rückkehr in die Schweiz eine schwierige Angelegenheit. Die Situation ist instabil. Eine genaue Angabe blockierter Schweizer Staatsangehöriger ist nicht möglich, da sich nicht alle Schweizer Touristen auf der Travel Admin App des EDA oder direkt bei den Botschaften angemeldet und ihre Reise eingetragen haben. Zudem können Schweizer Reisende ein Land verlassen und in die Schweiz zurückkehren, ohne dem EDA ihre Rückkehr zu melden. Derzeit sind rund 7'000 Schweizer Touristinnen und Touristen mit einem Auslandsaufenthalt registriert. Diese Zahl kann aber höher sein, da eine Anzeige immer auch Mitglieder einer Familie oder Gruppe umfassen kann.

Welche Möglichkeiten gibt es für eine Rückführung? Werden die Kosten gedeckt? Kann die Schweiz in Betracht ziehen, für die kritischsten Fälle eine Rückführung zu organisieren? Wenn nicht: Was rät das EDA?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für eine Rückführung und entsprechen - je nach Kontext - den üblichen Transportmitteln (Strasse, Bahn, Flugzeug). Solange diese kommerziellen Mittel existieren, liegt es in der Verantwortung der Schweizer Bürgerinnen und Bürger, sie zu nutzen. Gemäss dem Auslandschweizergesetz (ASG) haben Schweizerinnen und Schweizer keinen Anspruch darauf, dass der Bund eine Ausreise aus einem Krisengebiet oder einer Krisensituation organisiert.

Der Bund kann im Rahmen seiner Möglichkeiten und nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit subsidiär Hilfe und Unterstützung leisten. Er kann aber die Anordnungen der lokalen Behörden nicht umgehen; diese müssen auch von den Reisenden befolgt werden. In solchen Fällen können Sonderflüge in Betracht gezogen werden, die entweder direkt vom EDA organisiert werden (wie z.B. für die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs «Grand Princess» in den USA) oder in Zusammenarbeit mit Drittländern (z.B. bei zwei Rückflügen von Wuhan nach Frankreich).

Ich bin kein Tourist oder Geschäftsreisender, sondern ein Schüler, der in den USA ein Schulaustauschjahr absolviert. Muss ich nach dem Aufruf des Bundesrates nun auch rasch zurückkehren und das Schuljahr hier abbrechen?

Der Aufruf des Bundesrates richtet sich in erster Linie an Schweizer Reisende im Ausland, die demnächst in die Schweiz zurückkehren wollen. Der Entscheid, ob Sie ihr Austauschjahr fortsetzen oder abbrechen wollen, liegt in Ihrem persönlichen Ermessen und in Ihrer eigenen Verantwortung. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrer Austauschorganisation und Ihrer Familie abzusprechen. Sie müssen sich bewusst sein, dass es sich heute nicht voraussagen lässt, ob die Rückreisemöglichkeiten besser werden oder ob sie während einer gewissen Zeit ganz unterbrochen werden.

Mein Sohn befindet sich im Ausland und kann nicht zurückreisen, weil die Fluggesellschaft nicht reagiert oder Flüge gestrichen sind. Kann das EDA hier helfen?

Versuchen Sie weiterhin, mit der Fluggesellschaft oder dem Reiseveranstalter Kontakt aufzunehmen. Wichtig ist auch, dass Ihr Sohn seine Reiseversicherung kontaktiert und auch sich auch selbst oder bei einem Reisebüro nach alternativen Reisemöglichkeiten erkundigt. Das EDA versucht seinerseits, mit Fluggesellschaften und Staaten zusätzliche Flüge zu organisieren. Allerdings können wir keine Garantie geben, dass es klappt, weil verschiedene Länder ausländischen Flugzeugen keine Landeerlaubnis geben.

Wegen der gestrichenen Flüge ist mein Visum abgelaufen, und ohne Visum kann ich kein Flugticket erwerben. Was soll ich tun?

Nehmen Sie in einem ersten Schritt Kontakt mit den Immigrationsbehörden auf, um die Gültigkeit Ihres Visums zu verlängern. Sie riskieren sonst eine Strafe wegen illegalen Aufenthalts im Land. In einem zweiten Schritt können Sie dann ein Flugticket erwerben.

Ich bin in London und möchte jetzt in die Schweiz zurückkehren. Da die Flüge schwierig sind, plane ich das Auto oder den Zug zu nehmen. Kann ich durch Frankreich reisen oder werde ich dort gestoppt?

FrankreichWebseite franz. Botschaft
Info von Webseite: «Europäische Bürger und britische, isländische, norwegische, liechtensteinische und schweizerische Staatsangehörige, die in Frankreich leben oder durch Frankreich in ihren Wohnsitzstaat einreisen, dürfen durch Frankreich mittels Transit reisen.»

DeutschlandWebseite deutsche Botschaft
Info von Webseite: «Die Rückreise von EU-Bürgern und Drittstaatsangehörigen in ihre Herkunftsstaaten oder in den Staat, in dem sie zum Aufenthalt (längerfristige Aufenthaltstitel) berechtigt sind, mittels Transit durch Deutschland bleibt zulässig.»

Bei Fragen zu weiteren Länder, kontaktieren Sie die entsprechenden ausländischen Botschaften in der Schweiz.

Brauche ich eine Rückreisebewilligung, um durch Land X (Bsp: Spanien und Frankreich) in die Schweiz zu reisen?

Dies kommt auf das Land X darauf an, nehmen Sie deshalb Kontakt mit der Schweizer Vertretung vor Ort auf.

Beispiel Spanien: Die CH-Vertretung in Madrid stellt solche Dokumente aus, eine Anfrage an die Botschaft reicht. Die Botschaft schickt es per Email der jeweiligen Person zu.

Beispiel Frankreich: Die CH-Botschaft in Paris stellt keine solche Dokumente aus, da Frankreich von allen Leuten, die unterwegs sind, verlangt ein Formular bei sich zu tragen (Link zum Formular). Die Botschaft verweist in dem Fall auf das Formular, dass die Schweizerbürger ausfüllen müssen. Bei Kontrollen muss ein Nachweis über den kürzesten und schnellsten Transitweg (z.B. Quittungen von aufeinanderfolgenden Mautgebühren im Abgangsland und in Frankreich), die

Ausweispapiere und das Formular vorgelegt werden. Andernfalls riskieren sie eine Busse und sie werden an der Weiterreise gehindert.

Ich bin blockiert im Land X. Wie kann mir das EDA finanzielle Hilfe leisten?

Das EDA prüft für blockierte Personen Möglichkeiten der Unterstützung und kann Hilfe im Ausland gemäss Auslandschweizergesetz (z.B. Überbrückungshilfe in Form von finanzieller Unterstützung; Notdarlehen für medizinische Unterstützung) anbieten bis zur erstmöglichen Ausreise. Kontaktieren Sie dazu die Vertretung vor Ort. Bevor eine Unterstützungsleistung erfolgen kann ist insbesondere folgendes zu beachten:

Die Eigenverantwortung der Antragsteller wird geltend gemacht. Diese Verantwortung schliesst ein, dass die Person zuerst mit Verwandten oder Bekannten Kontakt aufgenommen hat, um finanzielle Unterstützung zu erhalten. Ebenso müssen Antragstellende ihre Finanzinstitute (z.B. Erhöhung der Kreditkartenlimite) kontaktieren. Wenn keiner dieser Kontakte in der Lage ist, ihr zu helfen, kann ein Notdarlehen in Betracht gezogen werden. Die Logik verlangt auch, dass die Mehrheit dieser Personen über ein Einkommen (Lohn, AHV/IV-Rente usw.) verfügt. Wenn sie ein monatliches Einkommen haben, muss es daher zur Deckung der Finanzierung des verlängerten Aufenthalts verwendet werden.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) bieten den Geldtransferdienst Western Union an mehr als 140 Bahnhöfen in der Schweiz an. Damit können Sie Geld in mehr als 200 Länder auf der ganzen Welt schicken. Innerhalb von Minuten ist das Geld bei einer der zahlreichen Agenturen rund um den Globus verfügbar.

Organisierte Rückkehr

  

Wie erfährt jemand, der sich repatriieren lassen will, wo er sich, wann etc. einfinden soll?

  1. Eine solche Person muss sich auf Travel Admin anmelden. So kann die Botschaft diese Person kontaktieren.
  2. Wenn ein Flug bevorsteht, schickt die Botschaft den Angemeldeten eine entsprechende Information mit der Aufforderung, das Interesse an der Reise anzumelden.
  3. Die Botschaft kontaktiert danach die interessierten Personen mit den Mitteln, die angegeben wurden, also Tel., E-Mail, Whatsapp etc. und instruiert sie über Ort, Zeit etc.
  4. Es gibt auch Varianten: Z.B. gibt es Botschaften, die unter Pt. 2 schon einen Link zur Buchungsplattform einbauen. Oder sie verweisen auf die Webseite der Botschaft, auf der man seine Ausreise organisieren kann. Das konkrete Vorgehen hängt von der jeweiligen Botschaft ab.

Wer darf auf die Flüge? Konditionen und Begründungen

Erste Priorität haben Touristinnen und Touristen / Reisende. Darunter fallen:

  • Schweizer Reisende mit Wohnsitz in der Schweiz mit ihren engsten Familienangehörigen (Partner und Kinder);
  • Reisende Liechtensteiner mit Wohnsitz in Liechtenstein oder in der Schweiz;
  • Ausländische Personen mit festem Wohnsitz in der Schweiz (mit gültiger Aufenthaltsbewilligung)
  • Medizinische Notfälle von Schweizer Staatsangehörigen, die im Gastland angemeldet sind.

Sofern genügend Plätze vorhanden sind, können in Erwägung gezogen werden:

  • Reisende Personen von Nachbarstaaten (Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich);
  • Reisende Personen von EU-Staaten, sofern ihre Weiterreise aus der Schweiz in ihr Heimatland nachweislich bestätigt und durchführbar ist. EU-Bürger mit Wohnsitz in einem EU-Land melden sich aber primär bei ihrer eigenen Vertretung für die Rückführung an.
  • Im Gastland angemeldete Schweizer Staatsangehörige.

Personen mit COVID-Symptomen

  • Kranke Personen, d.h. mit typischen COVID-Symptomen gemäss BAG Auflistung (Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber und Fiebergefühl, Muskelschmerzen), dürfen nicht fliegen.
  • Mit der Einverständniserklärung des EDA bestätigt eine Person, dass kein positiver COVID-Test und keine COVID-Symptome gemäss BAG-Auflistung vorliegen.

Wer organisiert den Transfer zum Flughafen vor Ort?

Grundsätzlich müssen die Schweizer Reisenden eigenverantwortlich zum Flughafen gelangen. Sollte dies aufgrund von Vorgaben der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren) oder Reiseeinschränkungen (z.B. Ausfall von Inlandflügen) nicht möglich sein, kann die Schweizer Vertretung vor Ort unterstützten.

Ich habe vernommen, dass Land X einen Rückflug für seine Bürger organisiert. Kann mir das EDA helfen, mich ebenfalls für diesen Flug anzumelden?

Bitte nehmen Sie diesbezüglich Kontakt mit der Schweizer Vertretung vor Ort auf. Im Verzeichnis der offiziellen Vertretungen der Schweiz oder auf Travel Admin App finden Sie die Kontaktdaten der entsprechenden Schweizer Vertretung.

Kann man bei organisierten Ausreisen visumsfrei und ohne gültige Aufenthaltsbewilligung und Dokumente in die Schweiz einreisen?

Nein.

Alle ausländischen Ehepartner und minderjährige Kinder von Schweizer Staatsangehörigen, die wegen der aktuellen Lage in die Schweiz zurückkehren möchten, benötigen für die Einreise eine Aufenthaltsbewilligung, ein von der Schweiz ausgestelltes Visum D oder eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung (Ermächtigung zur Visumerteilung, Zusicherung der Bewilligung oder Einreiseermächtigung). Die Einreise für einen kurzfristigen Aufenthalt ist für Familienangehörige nicht mehr möglich.

Schweizer Bürger müssen an der Grenze ihr Schweizer Bürgerrecht beweisen können. Auslandschweizer, welche keinen Schweizerpass oder eine Identitätskarte besitzen, benötigen einen provisorischen Pass, ein «Laissez-Passer» oder eine Staatsangehörigkeits- und Anmeldebestätigung. Für den Grenzübertritt mit einer Staatsangehörigkeits- und Anmeldebestätigung braucht die Person zudem ein gültiges ausländisches Reisedokument.

Was für Quarantänevorschriften gelten, wenn ich mit dem Flugzeug in die Schweiz einreise?

Informationen des Bundesamts für Gesundheit zu den Verhaltensregeln nach der Rückkehr finden Sie hier.

Welche Rückholflüge haben bereits stattgefunden, und welche sind noch geplant? Wird für Schweizerinnen und Schweizer bei Ankunft in einem Drittstaat eine Weiterreise (Transit) in die Schweiz organisiert?

Eine organisierte Ausreise vom Transitstaat in die Schweiz ist grundsätzlich nicht vorgesehen, ausser in Ausnahmefällen. Die Reisenden sind für die Reservierung und die Kosten der Rückreise in die Schweiz selbst verantwortlich.

Beispiel Deutschland: Möglichkeit zur Weiterreise in die Schweiz per Flugzeug (mit Swiss/Lufthansa) oder mit der Deutschen Bahn (Online-Fahrplan). ACHTUNG: Aufgrund der Grenzschliessungen bietet die Deutsche Bahn nur noch Verbindungen bis nach Basel Badischer Bahnhof an (Direktverbindung alle 2h). Von Basel Bad. Bahnhof muss mittels Tram nach Basel SBB gereist werden. Informationen zu internationalen Verbindungen.

Beispiel Frankreich: Für Schweizer Bürgerinnen und Bürger ist es nach wie vor möglich, durch Frankreich zu reisen, um in die Schweiz zurückzukehren, sei es mit der Bahn (obwohl das Angebot stark reduziert ist), mit dem Flugzeug oder auf der Strasse.

Informationen über geplante und bereits durchgeführte Rückholflüge finden Sie hier: Vom EDA organisierte Flüge – eine Übersicht

Welchen Aufwand muss das EDA betreiben, um Rückholaktionen möglich zu machen?

Der Aufwand für die Organisation solcher Flüge ist gross. Eine Rückholaktion ist nur erfolgreich, wenn sämtliche involvierten Stellen im Ausreiseland und in der Schweiz unbürokratisch, kreativ und lösungsorientiert zusammenarbeiten. Das Hauptziel für das EDA ist klar: möglichst viele blockierte Mitbürgerinnen und Mitbürger in die Schweiz zurückzubringen. Alleine in Bern arbeiten rund 80 EDA-Mitarbeitende an der Umsetzung dieser noch nie dagewesenen Rückholaktion.

Wieso übernimmt der Bund nicht sämtliche Kosten, wie viel müssen die Touristen bezahlen?

Jeder Flug ist mit Kosten verbunden, und es ist normal, dass ein Reisender die Kosten für den Rückflug übernimmt, was er unter normalen Umständen auch tut. Reisende müssen die Kosten für ein Ticket zum Normaltarif bezahlen.

Das Angebot einer Rückführung in die Schweiz ist für mich zu teuer.

Der Bund hat den Nutzniesserinnen und Nutzniessern einer organisierten Ausreise bisher noch keine Kosten in Rechnung gestellt. Hingegen kommuniziert der Bund klar, dass sich die Personen im Nachgang an den Kosten für die organisierte Ausreise beteiligen müssen. Die Schweiz kann keine Stellung nehmen zur finanziellen Handhabung der Repatriierungsflüge von Drittstaaten. Die Schweiz wird die Praxis der EU-Länder mit der Kostenverrechnung eng verfolgen. 

Was sagen sie jenen Leuten, die nach dem Aufruf des Bundesrats selbstständig zurückgereist sind und sich jetzt verschaukelt vorkommen?

Wir danken allen, welche sich selber helfen konnten. Ohne das wäre es nicht möglich gewesen. Und wir sind nach wie vor froh über alle Touristinnen und Touristen, welche sich noch selber helfen können. So können wir uns auf jene konzentrieren, welchen es unmöglich ist, selbständig zurück zu reisen.

Wer wird diese Flüge bezahlen. Der Bund oder die Touristen?

Der Bund wird die Charterflüge vorfinanzieren. Die Touristen müssen aber einen Teil der Kosten übernehmen.

Können Sie garantieren, dass sie alle gestrandeten Touristen zurückholen?

Nein. Das wird nicht möglich sein. Die Touristen sind überall auf der Welt verstreut. Vielen ist es zurzeit nicht mehr möglich, die Hauptstädte und damit die Flugplätze zu erreichen. Andere wieder haben selber entschieden, dort zu bleiben, wo sie sind. Auch jenen, die nicht zurückkehren können oder wollen, empfiehlt das EDA, sich auf der Travel Admin App zu registrieren und dem EDA zu melden, wo sie sich aufhalten. Die Auslandvertretungen (Botschaften und Konsulate) sind für den konsularischen Schutz und die Unterstützung dieser Personen zuständig.

Wir konzentrieren unsere verfügbaren Ressourcen auf Menschen, die sich nicht mehr selbst helfen können und die inakzeptablen Risiken ausgesetzt sind. Wir zählen auf die Zusammenarbeit und Solidarität aller Beteiligten, damit die Hilfsbedürftigsten sie erhalten können.

Was passiert mit den Schweizerinnen und Schweizern, die es nicht nach Hause schaffen?

Für Touristen, die im Land bleiben wollen/müssen sind die Schweizer Vertretungen im Rahmen des Konsularischen Schutzes zuständig. Das EDA prüft für diese Personen Möglichkeiten der Unterstützung und gewährt Hilfe im Ausland gemäss Auslandschweizergesetz (z.B. Überbrückungshilfe).

Wie steht das EDA im Kontakt mit den Schweizer Touristinnen und Touristen – und was sagt das EDA, wenn Personen sich im Stich gelassen fühlen?

Das EDA hat Verständnis für die schwierige Situation von blockierten Touristinnen und Touristen im Ausland. Das EDA betreibt seit Beginn der Coronakrise während 24 Stunden am Tag eine Helpline, um Schweizer Touristen im Ausland so gut wie möglich zu unterstützen. Die Zahl der Helpline-Mitarbeitenden wurde massiv aufgestockt. Uns erreichen pro Tag bis zu 1000 Telefonanrufe und über 1500 E-Mails. Auch unsere Vertretungen im Ausland unterstützen die Touristen vor Ort so gut es unter diesen schwierigen Umständen möglich ist. Das EDA steht in engem Kontakt mit Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften und Nachbarländern, um die grossen Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

Das EDA weist trotzdem darauf hin, dass gemäss Auslandschweizergesetz grundsätzlich jede Person für die Vorbereitung und Durchführung eines Auslandsaufenthaltes selbst verantwortlich ist. Wenn immer möglich, müssen Touristinnen und Touristen ihre Rückreise selbstständig organisieren. Es gibt keinen Anspruch auf eine organisierte Rückreise.

Wieso reagiert das EDA so spät?

Das EDA reagiert nicht zu spät. Es setzt sich stark und kontinuierlich für die Interessen der Schweizerinnen und Schweizer im Ausland ein. Wir befinden uns seit Beginn der Krisenwoche in einer aussergewöhnlichen Situation. Seit dem Ausbruch des Coronavirus arbeitet das EDA rund um die Uhr daran, die Krise zu bewältigen und Schweizer Touristen im Ausland so gut wie möglich zu helfen. Das EDA hat in den letzten Wochen bereits solche Aktionen durchgeführt. Ein Beispiel sind die mit ausländischen Partnern organisierten Rückreisen aus der Region Hubei in China.

Das EDA steht in engem und ständigem Kontakt mit den Reiseveranstaltern. Wir haben hier zwei Ziele: 1) gemeinsame Herausforderungen gemeinsam zu lösen; 2) gemeinsam zu definieren, was wir als Hotspots bezeichnen. All dies ist zum Nutzen der betroffenen Schweizer Bevölkerung.

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