Schweizer Delegation an hochrangigem UNO-Treffen zum Thema HIV/AIDS

Bern, Medienmitteilung, 07.06.2011

Die Schweiz nimmt vom 8. bis 10. Juni 2011 mit einer interdepartementalen Delegation am hochrangigen Treffen der UNO-Generalversammlung zum Thema HIV/AIDS in New York teil. Unter der Leitung von DEZA-Direktor Martin Dahinden wird sie sich für verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen die Ausbreitung von HIV/AIDS und gegen die Ausgrenzung und Stigmatisierung der Betroffenen einsetzen.

Trotz den Erfolgen der letzten Jahre bleibt HIV/AIDS für die Schweiz eine prioritäre Herausforderung. Die Schweizer Delegation wird in New York ihre nationalen und internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung von HIV/AIDS vorstellen. Sie wird die Bedeutung der Achtung der Menschenrechte hervorheben, besonders den Kampf gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen, die von HIV betroffen sind. In der Entwicklungszusammenarbeit setzt die Schweiz auf Prävention, Zugang der Jugendlichen zu geeigneter Information, Behandlung und Pflege sowie die Nichtdiskriminierung der Betroffenen. Die Schweiz unterstützt eine stärkere Integration der Anstrengungen gegen HIV in breiter gefasste Gesundheitsmassnahmen. Deshalb unterstützt die Schweiz auch eine entsprechende Veranstaltung von Partnerorganisationen am Rand des UNO-Treffens.

Die Schweiz wird die anderen Staaten auch über ihre positiven Erfahrungen bei der Reduktion der Ansteckungen unter Drogenabhängigen informieren und zu einer Zusammenarbeit mit Organisationen der direkt Betroffenen aufrufen. Geschlechtsspezifische Aspekte sind im Zusammenhang mit der Bekämpfung von HIV/AIDS besonders wichtig, so etwa die Notwendigkeit, auch Männer und Jungen zu sensibilisieren und deren Rolle bei der Wahrung der Gesundheit zu stärken Gleichzeitig wird die Schweiz unterstreichen, dass Männer und Frauen die Möglichkeit haben müssen, selbst über die Zukunft ihrer sexuellen und reproduktiven Gesundheit zu bestimmen.

Der UNO-Generalsekretär wird am Treffen einen Bericht zur HIV/AIDS-Bekämpfung vorlegen. Die Schweiz unterstützt die Schlussfolgerungen und Empfehlungen des UNO-Generalsekretärs und wird sich für eine international koordinierte, rasche Umsetzung einsetzen. Der Bericht fordert unter anderem die Reduktion der sexuellen HIV-Übertragung um 50 Prozent; die Verhinderung von Neuansteckungen beim Konsum harter Drogen; Eliminierung der Mutter-Kind-Übertragung; Reduktion der Sterberate von HIV-Betroffenen wegen Tuberkulose um 50 Prozent; garantierte Behandlung von 13 Millionen HIV-Betroffener; die Reduktion der Länder mit Einreise- und Aufenthaltsbeschränkungen im Zusammenhang mit HIV sowie den vollen Zugang zu Bildung für Kinder, die wegen AIDS zu Waisen oder Hilfsbedürftigen wurden.


Weiterführende Informationen

HIV/Aids – Die Prävention hat Priorität
Die Stärken der Prävention


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