Die Schweiz empfängt eine globale Plattform zur Reduktion von Katastrophenrisiken

Bern, Medienmitteilung, 05.05.2011

Die Schweiz wird mit einer hochrangigen Delegation an der UNO-Plattform vertreten sein, die vom 8. bis 13. Mai in Genf zum Thema Schutz vor Naturkatastrophen stattfindet. Die Veranstaltung wird bereits zum dritten Mal in der Schweiz abgehalten. Teilnehmen werden voraussichtlich mehr als 2000 Vertreterinnen und Vertreter aus der ganzen Welt, sowohl von Regierungen, Parlamenten und internationalen Organisationen als auch aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft. Die Verringerung des Risikos von Katastrophen («Disaster Risk Reduction») bildet traditionell einen Schwerpunkt der humanitären Tätigkeit der Schweiz.

Die Hälfte der Weltbevölkerung ist heute Naturrisiken ausgesetzt und wird regelmässig von Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Überschwemmungen, Dürren, Erdrutschen und Wirbelstürmen heimgesucht. Die Statistiken zeigen, dass solche Ereignisse hinsichtlich Häufigkeit und Intensität zugenommen haben. Die Kosten, welche den Ländern durch die zunehmende Anzahl von Naturkatastrophen entstehen, schnellen immer mehr in die Höhe. Letztes Jahr war ein Rekordjahr, in welchem die Kosten das Dreifache von 2009 überschritten. 2011 wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt durch Schäden in Japan, Neuseeland und Australien bereits Kosten in der Höhe von 300 Milliarden USD verursacht.  

Das Sekretariat der Internationalen Strategie zur Katastrophenvorsorge (UNISDR), das seinen Sitz in Genf hat, bietet hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern von Regierungen, Parlamenten, internationalen Organisationen und NGOs sowie aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft zum dritten Mal Gelegenheit, gemeinsam dringend notwendige Massnahmen zur Eindämmung wirtschaftlicher Schäden zu treffen. Es werden über 2000 Personen in Genf erwartet. 

UNO Generalsekretär Ban Ki-moon wird die Konferenz eröffnen und sich dafür einsetzen, dass die Staaten mehr Mittel für das Vorbeugen von Naturgefahren zur Verfügung stellen. Die Schweiz wird durch Staatssekretär Peter Maurer und eine grössere Delegation der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) vertreten. Sie unterstützt die Globale Plattform seit ihrer Gründung und setzt sich auf bilateraler und multilateraler Ebene stark auf dem Gebiet der Krisenprävention, -vorsorge und –Bewältigung ein. Während dieses Treffens werden Schweizer Experten ihr Wissen aktiv in verschiedenen Panels einbringen. Rund 15% des Budgets der Humanitären Hilfe werden für Projekte zur Verminderung der negativen Auswirkungen von Naturkatastrophen ausgegeben. 

Die Globale Plattform wird zum ersten Mal zusammen mit der ‚Globalen Konferenz für Wiederaufbau‘ der Weltbank durchgeführt und bringt damit das UNO und Weltbanksystem näher zusammen. Wichtigste Gesprächsthemen dieser Plattform sind die wirtschaftlichen Folgen von Naturkatastrophen und die zur Bewältigung notwendigen Finanzierungsmechanismen, die Förderung der Allianzen zwischen der Klimawandelagenda und dem Schutz vor Naturgefahren sowie die Stärkung der lokalen Strukturen, um einen verbesserten Wiederaufbau zu ermöglichen. Die Globale Plattform bietet nebst dem wichtigsten Entscheid-Gremium für ‚Disaster Risk Reduction‘ eine ausgezeichnete Gelegenheit für den Erfahrungsaustausch zwischen Experten aus verschiedensten Ländern. Die Schweiz ist mit einem Stand vertreten, welcher über die Schweizer Projekte für den Schutz vor Naturgefahren Aufschluss gibt.  

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Weiterführende Informationen

Prävention - das Ausmass von Katastrophen reduzieren
Plattform zur Reduktion der Risiken (en)


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