Frühjahrstagung 2011 von IWF und Weltbank

Bern, Medienmitteilung, 13.04.2011

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf als Schweizer Delegationsleiterin, Bundesrat Johann Schneider-Ammann und Philipp Hildebrand, Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, nehmen am 15. und 16. April 2011 an der gemeinsamen Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbankgruppe in Washington teil. Wichtigste Gesprächsthemen im Internationalen Währungs- und Finanzausschuss sind die Lage der Weltwirtschaft und die zukünftige Rolle des IWF im internationalen Finanz- und Währungssystem. Schwerpunkt der Diskussionen im Entwicklungsausschuss bilden die Volatilität der Nahrungsmittelpreise, die Reform der Weltbank und die Fortschritte zur Erfüllung der Millennium-Entwicklungsziele.

Die Finanzminister und Zentralbankgouverneure werden sich im Internationalen Währungs- und Finanzausschuss (IMFC) mit dem weltwirtschaftlichen Ausblick befassen. Die weltwirtschaftliche Erholung beginnt zu greifen. In den Industrieländern ist die Arbeitslosigkeit jedoch noch hoch und in einer Reihe von Schwellenländern könnte es bald zur Überhitzung kommen. Bis Ende 2011 erwartet der IWF ein Wachstum der Weltwirtschaft von rund 4,5%. Hierzu tragen die Schwellen- und Entwicklungsländer mit einem Wachstum von rund 6,5% und die Industrieländer mit einem Wachstum von rund 2,5% bei. Einmal mehr fordert der IWF von seinen Mitgliedern nachhaltige Haushalts- und Schuldenpolitiken und ein konsequenteres Angehen der Finanzsektorreformen und -bereinigungen.

Bei den Diskussionen über die zukünftige Rolle des IWF geht es um verschiedene Massnahmen zur Stärkung des internationalen Finanz- und Währungssystems, wie sie auch im vorangehenden Ministertreffen der G20 besprochen werden. Die zentralen Themen sind mögliche Massnahmen zur Stabilisierung von Kapitalflüssen, globale Finanzsicherungsnetze, die Rolle des Sonderziehungsrechts und die Stärkung der Finanzsektorüberwachung des IWF.

Der Entwicklungsausschuss der Weltbank und des IWF wird sich mit der Volatilität der Nahrungsmittelpreise, den Reformen der Instrumente und Gouvernanz der Weltbank, den Fortschritten bei der Erfüllung der Millennium-Entwicklungsziele sowie der Unterstützung von fragilen Staaten durch die Weltbank befassen.


Adresse für Rückfragen:

Mario Tuor, Leiter Kommunikation, Staatssekretariat für internationale Finanzfragen,
+41 31 322 46 16, mario.tuor@sif.admin.ch

Raymund Furrer, Leiter des Ressorts Multilaterale Zusammenarbeit, Staatssekretariat für Wirtschaft,
+41 31 324 08 19, raymund.furrer@seco.admin.ch

Olivier Chave, Leiter Sektion UNO-Entwicklung, Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit,
+41 31 322 86 09, olivier.chave@deza.admin.ch


Herausgeber:

Der Bundesrat
Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten
Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
Eidgenössisches Finanzdepartement