Mehr als Hilfe: Die Schweiz engagiert sich seit fünfzig Jahren gegen Armut

Bern, Medienmitteilung, 08.03.2011

Die Welt ist im Umbruch. Mit dem Kampf gegen Armut, dem Einsatz für bessere Gesundheit, Bildung und einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen befördert die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit den positiven Wandel – seit fünfzig Jahren. Zu ihrem runden Geburtstag informiert die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA mit Aktionen in der ganzen Schweiz über aktuelle Herausforderungen und Resultate ihres Engagements. DEZA-Direktor Martin Dahinden hat am Mittwoch vor den Medien Bilanz gezogen und das Jubiläumsprogramm vorgestellt.

Die Erhöhung der öffentlichen Entwicklungshilfe auf 0,5% des Bruttoinlandprodukts bis 2011 durch das Parlament ist ein Ausdruck des Vertrauens in die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. „Mit zusätzlichen Mitteln wird die DEZA noch wirksamer zur Lösung lokaler und globaler Probleme beitragen können“, unterstrich DEZA-Direktor Martin Dahinden an der Medienkonferenz. Nebst multilateralen Beiträgen wird das Engagement im Bereich des Klimaschutzes und der Trinkwasserversorgung verstärkt. Diese Aktionen sind angesichts knapper werdender Ressourcen für die Verbesserung der Lebensperspektiven in armen Ländern besonders relevant.  

Die Schweiz unterstützt seit einem halben Jahrhundert die eigenen Anstrengungen armer Länder, Armuts- und Entwicklungsprobleme zu bewältigen. Unter dem Motto: „50 Jahre DEZA – Mehr als Hilfe“ finden bis Ende 2011 in der ganzen Schweiz Diskussionen, Informationsveranstaltungen, Filmzyklen und Strassenaktionen zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit statt. Das Motto verweist darauf, dass Entwicklungszusammenarbeit viel mehr ist als Wohltätigkeit für Menschen und Länder in Not: Nämlich ein Beitrag zur Lösung von lokalen und globalen Problemen, deren Folgen uns alle betreffen.

Das Engagement der DEZA gründet auf der humanitären Tradition der Schweiz. Vertieften Einblick in diese Tradition vermittelt die Ausstellung „Die andere Seite der Welt – Geschichten der humanitären Schweiz“, die am 10. März im Politforum Käfigturm in Bern eröffnet wird und im Laufe des Jahres in weiteren Schweizer Städten gastiert. Die audiovisuelle Wanderausstellung des Vereins humem erzählt in Form interaktiver Dokumentarfilme die Geschichte der humanitären Schweiz. Dank dieser Ausstellung erfährt die Schweiz, wie der Filmemacher Frédéric Gonseth, Präsident von humem, an der Medienkonferenz sagte, “was sie weltweit während eines halben Jahrhunderts ausserhalb der Wirtschaft gemacht hat, und entdeckt so einen Teil ihrer Identität”.

Auskünfte:
Carole Waelti, EDA-Sprecherin: 031 / 324 32 03


Weiterführende Informationen

50 Jahre DEZA - Mehr als Hilfe
Veranstaltungskalender
Käfigturm - Ein Polit-Forum des Bundes
humem. Das Gedächtnis der humanitären Schweiz


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