Besuch von Helen Clark, Leiterin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), in Bern

Bern, Medienmitteilung, 30.09.2010

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat am 29.09.2010 die Leiterin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, Helen Clark, in Bern getroffen. Martin Dahinden, Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), hat am Gespräch teilgenommen. Das UNDP ist für die Schweiz die wichtigste Partnerinstitution im Entwicklungspfeiler des UNO-Systems.

Die ehemalige Premierministerin Neuseelands, Helen Clark, steht seit April 2009 an der Spitze des UNDP und ist damit die dritthöchste UNO-Beamtin. Anlässlich ihres ersten offiziellen Besuchs in Bern erläuterte Helen Clark die Rolle des UNDP bei der Umsetzung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs). Ein weiterer Gesprächsgegenstand war die Umsetzung der UNO-Reform. Die UNDP-Leiterin berichtete auch über die organisatorischen und institutionellen Änderungen, die sie seit ihrer Amtsübernahme in ihrer Organisation eingeführt hat, um das UNDP noch effizienter zu machen.

Weitere Themen waren die Bedeutung einer breit getragenen und ausreichend finanzierten multilateralen Zusammenarbeit, die Herausforderungen bei der Umsetzung der Vision eines noch strategischer ausgerichteten UNDP und die Möglichkeiten der Schweiz, die UNDP-Chefin bei der Realisierung ihrer Anliegen zu unterstützen.

Nach dem Gespräch mit Bundesrätin Calmy-Rey traf Helen Clark Schweizer Parlamentarier zum Mittagessen und hielt einen Vortrag vor Schweizer Entwicklungsexperten aus Verwaltung, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft. Das Programm schloss mit einem Höflichkeitsbesuch bei Bundespräsidentin Doris Leuthard. 

Im Jahr 2009 hat die Schweiz CHF 72 Millionen (CHF 54 Millionen allgemeine Beiträge; CHF 18 Millionen zweckgebundene Beiträge) an das UNDP überwiesen. Damit liegt die Schweiz bezüglich der allgemeinen Beiträge auf Rang 9 der Geberländer. 2010 werden die Beiträge in der gleichen Grössenordnung liegen. Dank gezielten Rekrutierungsstrategien sind heute rund 20 Schweizerinnen und Schweizer für das UNDP tätig.

Das UNDP hat das Mandat, die Entwicklungsländer bei der Formulierung und Umsetzung ihrer eigenen nationalen Entwicklungspolitik und Entwicklungsstrategien zu unterstützen. Seit 2000 geht es zunehmend darum, die Staaten hinsichtlich der Erreichung der international vereinbarten Entwicklungsziele zu unterstützen.

Mit Vertretungen in 135 Ländern, Programmen in 166 Ländern sowie mit 6 regionalen Zentren verfügt das UNDP über die notwendige Präsenz, um die Regierungen der Partnerländer bei der Planung und Umsetzung ihrer Entwicklungsstrategien zu unterstützen.

Die Hauptaufgaben des UNDP entsprechen voll und ganz den multilateralen Anliegen und Prioritäten der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. Das UNDP ist daher für die Schweiz seit Jahren die wichtigste Partnerinstitution im Entwicklungspfeiler des UNO-Systems.

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