Schweiz hilft Tausenden von Flutopfern in Pakistan

Bern, Medienmitteilung, 10.08.2010

Die Lage in Pakistan ist weiterhin dramatisch. Die Schweiz hilft den Flutopfern mit Materiallieferungen und Beiträgen an die internationalen Organisationen.

In Pakistan haben die Wasserfluten tiefer gelegene und dicht besiedelte Regionen erreicht. Mindestens 1600 Menschen haben ihr Leben verloren. 15 Millionen sind auf Hilfe angewiesen. Pakistan hat der Schweiz ein Hilfsgesuch gestellt, auf das das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) reagiert.  

Vom 5. bis 7. August war eine dreiköpfige Abklärungsmission des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) im Swat-Tal unterwegs. Gemeinsam mit der Schweizer Partnerorganisation Intercooperation wurden die unmittelbaren Bedürfnisse erhoben. Aufgrund dieser Erkenntnisse ist Material für provisorische Unterkünfte zugunsten von 1000 Familien beschafft worden und wird nun verteilt. Diese „Shelter-Kits“ umfassen Plastikplanen, Matratzen, Decken sowie Küchenutensilien und Hygiene-Sets.
 
Aktuell läuft zudem weiterhin die Soforthilfeaktion, in deren Rahmen Nahrungsmittel und Hygiene-Artikel an rund 12'000 Flutopfer verteilt werden.  

Zur Unterstützung von multilateralen Partnern, die im Flutgebiet tätig sind, stellt die Schweiz zudem 1,5 Million CHF zur Verfügung. Eine Million erhält das IKRK. An das Welternährungsprogramm der UNO (WFP) werden 500'000 CHF überwiesen. Die Humanitäre Hilfe des Bundes hat den UNO-Organisationen zur Verstärkung auch SKH-Experten angeboten.  

Flutartige Niederschläge haben auch den Nordwesten Indiens heimgesucht. Mindestens 145 Menschen kamen ums Leben. Etwa 500 werden noch vermisst. Massnahmen für eine mögliche Unterstützung durch die Schweiz werden vom Koordinationsbüro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) geprüft.


Adresse für Rückfragen:

Information EDA
Bundeshaus West
CH-3003 Bern
Tel.: +41 (0)31 322 31 53
Fax: +41 (0)31 324 90 47
E-Mail: info@eda.admin.ch


Herausgeber:

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten