Die Welt der Mikrofinanz traf sich in Bern

Bern, Medienmitteilung, 02.07.2010

Vom 28. Juni bis 2. Juli war Bern die Hauptstadt der Mikrofinanzbranche. An der Jahreskonferenz der Social Performance Task Force trafen sich im Kursaal 200 Fachleute zum Austausch über den nachhaltigen Finanzmarkt. In einem Mediengespräch zogen DEZA-Direktor Martin Dahinden und vier führende Experten auf dem Gebiet der Mikrofinanzen Bilanz.

Für die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sind Mikrofinanzen ein Schwerpunkt mit Zukunft. „Noch immer haben über zwei Drittel aller Menschen keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen“, sagte DEZA-Direktor Martin Dahinden vor den Medien. Vor allem fehle es an professionellen Unternehmen, die kostengünstige Kredite, Geldtransfers und Mikroversicherungen auch für Arme anböten. Finanzinstrumente könnten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Armut leisten. Die Schweiz als wichtiger Finanzplatz kann eine Vorreiterrolle spielen.

Im Rahmen der Social Performance Task Force (SPTF) hätten die DEZA und ihre Partner bereits viel erreicht. Eine wichtige Voraussetzung ist die Messbarkeit der sozialen Nachhaltigkeit sowie die Transparenz der Branche. Nur so würden Anreize für die Investoren geschaffen, die soziale Nachhaltigkeit zu stärken, hielt Dahinden fest. Mit dem Mediengespräch zog Dahinden eine Bilanz des diesjährigen SPTF-Jahreskonferenz. Die DEZA war neben dem Liechtensteiner Entwicklungsdienst, der CGAP (Consultative Group to Assist the Poor) sowie der Ford Foundation Mitveranstalter der Konferenz. Als Referenten nahmen am Mediengespräch auch Laure Foose, Koordinatorin der SPTF, Melchior de Muralt, Vorsitzender des World Microfinance Forums in Genf, Klaus Tischhauser, Direktor von ResponsAbility, und Jean-Pierre Klumpp, CEO der Blue Orchard Finance teil.

Die SPTF ist das globale Forum der Mikrofinanzspezialisten, dessen Auftrag es ist, soziale Standards in der Mikrofinanzbranche messbar zu machen und zu verankern. Alle interessierten Gruppen sind in der SPTF vertreten: Mikrofinanzinstitute und deren nationale, regionale und internationale Neztwerke, soziale Investoren, Rating-Agenturen, Wissenschafter und Geber. An der diesjährigen Konferenz nahmen 200 Fachleute aus rund 50 Ländern teil.  

Die Jahreskonferenz begann mit einer Vorveranstaltung am 28. Juni. An diesem Workshop wurden Teilnehmer, die neu auf dem Gebiet tätig sind, in die Arbeit des nachhaltigen Finanzsektors und der Social Performance Task Force eingeführt. Am 29. Juni trafen sich die Mitglieder der einzelnen Arbeitsgruppen (Netzwerke, sozial nachhaltiges Management, Investoren und weitere) zur Vorbesprechung ihrer Positionen. Am 30. Juni und 1. Juli fand die Plenarkonferenz der SPTF statt, an der jede Arbeitsgruppe über ihre Arbeit im vergangenen Jahr sowie die Herausforderungen und das Potenzial des kommenden Jahres berichtete. Am letzten Tag organisierte die DEZA ein zusammenfassendes Fachseminar, das sich auch an die erweiterte Gemeinschaft der Schweizer Akteure richtete.

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