EDA unterstützt Auflösung des «Global Humanitarian Forum» mit sozialverträglichen Massnahmen

Bern, Medienmitteilung, 31.03.2010

Das «Forum humanitaire mondial – Global Humanitarian Forum» (GHF) in Genf ist überschuldet und muss seine Tätigkeiten einstellen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA ist bereit, zugunsten des GHF-Personals die Bezahlung von Löhnen und Sozialabgaben innerhalb der ordentlichen Kündigungsfrist sicherzustellen. Zudem übernimmt das EDA die Hälfte der verbleibenden Schulden. Im Sinne einer sozialverträglichen Lösung ist dafür ein Betrag von insgesamt 1,75 Millionen Franken vorgesehen.

Das GHF hat einen positiven Beitrag zur Stärkung des Dialogs über die weltweit bedeutenden humanitären Herausforderungen geleistet, indem es beispielsweise auf die humanitären Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam machte. Das Ziel des GHF wird weiterverfolgt, denn ein Teil seiner Themen wird in das Programm des jährlich in Davos stattfindenden «World Economic Forum» (WEF) aufgenommen. 

Die Schweiz hat die Arbeit des GHF in Genf bislang finanziell unterstützt. Ende 2009 musste die zuständigen Stellen jedoch feststellen, dass es bei der Mittelbeschaffung Engpässe gibt. Als private Stiftung wirkt das GHF eigenverantwortlich. Die Bundesbehörden in Bern analysierten in der Folge die schwierige Lage des GHF und prüften mögliche Lösungen. 

Im Sinne einer sozialverträglichen Lösung wird das EDA nun die Bezahlung von Löhnen und Sozialabgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GHF während der Dauer der ordentlichen Kündigungsfrist sicherstellen. Gleichzeitig wird es auch die Hälfte der verbleibenden Schulden des GHF übernehmen. Dafür ist ein Betrag von insgesamt CHF 1,75 Mio. vorgesehen. Für die andere Hälfte der verbleibenden Schulden wird ein weiteres Mitglied des GHF-Stiftungsrates aufkommen. 

Das GHF ist eine Stiftung nach Schweizer Recht, die 2007 ins Leben gerufen wurde. Bis anhin hat die Schweiz die Aktivitäten des GHF mit einem Jahresbeitrag von 1 Million Franken unterstützt. Am 19. März 2010 erliess die Stiftungsaufsicht des Bundes eine superprovisorische Verfügung an die Adresse des GHF. Darin wird die Stiftung aufgefordert, eine revidierte Zwischenbilanz einzureichen und der Aufsichtsbehörde entweder einen Sanierungsplan oder ein begründetes Gesuch um Auflösung einzureichen. Der Stiftungsrat hat inzwischen beschlossen, die Tätigkeiten des GHF einzustellen.

 

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