Offizieller Arbeitsbesuch der nepalesischen Vizepremierministerin und Aussenministerin Sujata Koirala in Bern

Bern, Medienmitteilung, 03.03.2010

Am 3. März 2010 empfing die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten Micheline Calmy-Rey die Vizepremierministerin und Aussenministerin Sujata Koirala zu einem Arbeitsbesuch. Im Zentrum der Gespräche standen das Engagement der Schweiz in Nepal und andere bilaterale und internationale Fragen. Zudem wurde Sujata Koirala von der Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer Wyss empfangen.

Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit ist schon seit fünfzig Jahren in Nepal tätig. Das Programm des EDA wird gemeinsam von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und der Politischen Direktion (PA IV) koordiniert. In den Gesprächen ging es um die regionale Lage und den nach wie vor fragilen Friedensprozess, die Ausarbeitung einer neuen nepalesischen Verfassung, die Menschenrechtssituation, die Eingliederung ehemaliger Rebellen in die nationalen Sicherheitskräfte sowie die laufenden Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit. Die beiden Gesprächspartnerinnen zeigten sich erfreut über die ausgezeichneten bilateralen Beziehungen und erörterten, wie diese weiter ausgebaut werden können.

Die nepalesische Vizepremierministerin präsentierte die Projekte und Prioritäten ihres Landes einschliesslich die Pläne für ein Jahr des Tourismus 2011 in Nepal. Sie traf zudem in Bern den Direktor der DEZA, Martin Dahinden. Frau Sujata Koirala wurde von der Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer Wyss empfangen, die für den Herbst 2010 eine offizielle Reise nach Nepal plant. 

Durch die Eröffnung einer Schweizer Botschaft in Katmandu im Jahr 2009 konnten die bilateralen Beziehungen gefestigt und diversifiziert werden. Nepal wird auch inskünftig ein Schwerpunktland der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz bleiben. Mit 26,8 Millionen Franken 2009 und 28,8 Millionen Franken 2010 (Budget) zählt die Schweiz zu den wichtigsten Partnern Nepals in der Entwicklungszusammenarbeit.  

Die DEZA hat unter anderem Bau und Unterhalt von über 3 000 Hängebrücken und von Hunderten von Strassenkilometern unterstützt, um die Erschliessung abgelegener Bergregionen zu verbessern. Darüberhinaus unterstützt die Schweiz Nepal informell – insbesondere mittels Fazilitationen – um das Land im Friedensprozess zu unterstützen. Die Schweiz spielte eine wichtige Rolle bei der Eröffnung eines Büros des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte (2005). Zurzeit stellt sie diesem Büro und dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge drei zivile Experten zur Verfügung und entsendet drei unbewaffnete Offiziere, die im Rahmen der UNO-Mission in Nepal (UNMIN) als Militärbeobachter eingesetzt werden.


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