Kinder aus Weissrussland zu Gast in der Schweiz: Abkommen zwischen Bern und Minsk

Bern, Medienmitteilung, 18.03.2010

Heute Donnerstag, 18. März 2010, nahmen in Bern Botschafter Pierre Helg, stellvertretender Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, und Andreï Evdochenko, Vizeminister für auswärtige Angelegenheiten Weissrusslands, einen Notenaustausch vor, der den Aufenthalt von Kindern aus Weissrussland in der Schweiz regelt. Er bildet die Grundlage dafür, dass auch in Zukunft Schweizer Familien Kinder aus den von der Tschernobyl-Katastrophe verseuchten Regionen bei sich aufnehmen können.

Die Schweiz nimmt seit vielen Jahren Kinder aus jenen Regionen auf, die 1986 von der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl heimgesucht wurden. Gemeinnützige Vereinigungen und Familien ermöglichen diesen Kindern Ferien in einem für ihre Gesundheit vorteilhafteren Umfeld. Weissrussland hatte kürzlich darauf bestanden, diese Ferienaufenthalte in einem bilateralen Abkommen zu regeln, nachdem sich in anderen Ländern in seltenen Fällen gewisse Jugendliche geweigert hatten, nach Weissrussland zurückzukehren.  

Das in Form eines Notenaustausches verfasste Abkommen hält fest, dass die eingeladenen Jugendlichen unter dem in der schweizerischen Gesetzgebung vorgesehenen Schutz stehen; es präzisiert jedoch auch, dass die Kinder, die in der Schweiz zu Gast sind, unter Vormundschaft stehen und nicht für eine Adoption freigegeben werden können.

Andere europäische Länder, die ähnliche Ferienaufenthalte anbieten, haben mit Weissrussland ebenfalls ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet.  

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