Finanzierung von Gesundheitssystemen für einen gerechteren Zugang der Armen zur Gesundheitsversorgung – Schweizer Engagement

Bern, Medienmitteilung, 22.11.2010

Der diesjährige Weltgesundheitsbericht befasst sich mit der Finanzierung von Gesundheitssystemen und der Frage, wie ein allgemeiner und gerechter Zugang zur Gesundheitsversorgung sichergestellt werden kann. Der Bericht wird von der WHO-Generaldirektorin Margaret Chan am 22. November 2010 in Berlin vor der Eröffnung einer internationalen Ministerkonferenz zu diesem Thema vorgestellt. Die Schweiz nimmt an dieser Konferenz mit einer Delegation teil, die von Tim Guldimann, Schweizer Botschafter in Deutschland, geleitet wird.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) begrüsst, dass der Weltgesundheitsbericht 2010 so wichtige und heikle Themen wie eine gerechte und nachhaltige Finanzierung von Gesundheitssystemen und soziale Absicherung im Krankheitsfall ganz oben auf die politische Agenda setzt. Auch für die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) stellt ein gerechter Zugang zu erschwinglichen und hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen ein Hauptziel ihrer Aktivitäten im Gesundheitsbereich dar. Über eine Milliarde Menschen haben weltweit nur bedingt Zugang zur primären Gesundheitsversorgung. Jedes Jahr werden rund 100 Millionen Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen in die Armut gedrängt, weil sie die Kosten für Gesundheitsdienste selber bezahlen müssen. Aus diesem Grund braucht es nachhaltige, gerechte und effiziente Gesundheitssysteme, die eine bessere soziale Absicherung gewährleisten.  

Die DEZA verfügt auf Länderebene über Fachwissen im Bereich der Gesundheitsfinanzierung, was den soziale Absicherung im Krankheitsfall (z.B. in Benin, Tansania, Ruanda und Tadschikistan) anbelangt, und unterstützt nationale Bemühungen zur Sicherung eines gerechten Zugangs zur Gesundheitsversorgung, insbesondere für die arme und benachteiligte Bevölkerung. Die DEZA wird in Zukunft ihr Engagement noch erhöhen und zu einer Harmonisierung der bilateralen und multilateralen Hilfe beitragen, um auf diese Weise die technische Hilfe, die sie den Ländern in diesem komplexen Bereich zur Verfügung stellt, noch effizienter zu erbringen.


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