Abschluss des XIII. Frankophoniegipfels in Montreux zum Thema „Herausforderungen und Zukunftsvisionen für die Frankophonie“

Bern, Medienmitteilung, 28.10.2010

Am 23./24. Oktober fand in Montreux der XIII. Gipfel der Staats und Regierungschefs der Frankophonie unter dem Vorsitz der schweizerischen Bundespräsidentin Doris Leuthard statt. Er schloss mit der „Erklärung von Montreux“, einem substanziellen Text, der zusammen mit mehreren Resolutionen verabschiedet wurde. Die Schweiz freut sich über die konkreten und konstruktiven Ergebnisse, die im Rahmen dieses Gipfeltreffens erzielt wurden. Dieses öffnete seine Türen auch für die Bevölkerung, mit zahlreichen thematischen, literarischen und kulturellen Anlässen. Der Generalsekretär der Frankophonie, Abou Diouf, wurde für eine dritte Amtszeit von vier Jahren wiedergewählt. Der nächste Frankophoniegipfel wird 2012 in der Demokratischen Republik Kongo stattfinden.

Während zwei Tagen trafen sich in Montreux, unter dem Vorsitz der schweizerischen Bundespräsidentin Doris Leuthard, die Delegationen des XIII. Frankophoniegipfels. Rund 40 Länder waren durch Staats- oder Regierungschefs vertreten. Zum Abschluss wurden die „Erklärung von Montreux“ sowie mehrere Resolutionen verabschiedet. Die Erklärung konkretisiert die Debatten über die „Herausforderungen und Zukunftsvisionen für die Frankophonie“, gegliedert in drei Themenkreise: die Frankophonie als Akteurin der internationalen Beziehungen und ihr Platz in den Weltorganisationen, die Frankophonie und die nachhaltige Entwicklung sowie Französisch und Bildung in einer globalisierten Welt.

Der XIII. Frankophoniegipfel begrüsst die von der Schweiz angeregte Gründung eines Netzwerks frankophoner Hochschulen (Réseau d'excellence des sciences de l’ingénieur de la Francophonie, RESCIF) unter der Schirmherrschaft der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) sowie die Bildung von Gruppen frankophoner Botschafter, die mit den Institutionen und Akteuren zusammenarbeiten sollen, welche die Ziele der Frankophonie teilen.

Die Schweiz freut sich über die konkreten und konstruktiven Debatten, die den XIII. Frankophoniegipfel belebten und die es den Mitgliedsstaaten ermöglichten, sich über ihre Praxis in den Bereichen Demokratie, Rechte und Freiheiten auszutauschen. Die Frankophonie ist ein Forum der Konsultation, der Konzertation und der Einflussnahme, das dank der gemeinsamen französischen Sprache und Kultur bei der Lösung gemeinsamer Probleme hilfreich ist.

Der XIII. Gipfel in Montreux hat den Platz, die Sichtbarkeit und den Mehrwert der Frankophonie in der globalen Gouvernanz und als Akteurin in den internationalen Beziehungen erneut bestätigt. Er rief zu einer Reform des Weltwirtschaftssystems durch eine Stärkung der Zusammenarbeit und der gegenseitigen Ergänzung der UNO, Zentrum der globalen Gouvernanz, und der wirtschaftlichen Gremien wie der G20 auf.

Die Themen des Gipfels wurden dem Publikum durch ein Dutzend runder Tische näher gebracht, die Fragen wie der Ernährungssicherheit, Wasser oder auch AIDS diskutierten. Ergänzt wurden diese durch einen geselligen Aspekt in Form des „Village de la Francophonie“ in Montreux, einen von den frankophonen Fernsehsendern organisierten audiovisuellen Abend zur Feier des 40-jährigen Bestehens der Frankophonie sowie durch vielfältige Aktivitäten im Schloss Chillon.

Am XIII. Frankophoniegipfel wurden fünf neue Mitglieder mit Beobachterstatus in die Organisation aufgenommen: Bosnien-Herzegowina, die Vereinigten Arabischen Emirate, Estland, Montenegro und die Dominikanische Republik. Der Generalsekretär der Frankophonie, Abou Diouf, wurde für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Die Schweiz hat nicht nur den Gipfel empfangen – wofür sie auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene stark mobil machte –, sondern sie wird auch von Oktober 2010 bis Oktober 2012 den Vorsitz des Frankophoniegipfels übernehmen; zudem hat sie von Dezember 2009 bis Dezember 2011 den Vorsitz der Frankophonie-Ministerkonferenz inne. Diese Aufgabe fällt der Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, Micheline Calmy-Rey, zu. Der nächste Frankophoniegipfel findet gemäss dem Beschluss des Gipfels von Québec, der durch den XIII. Frankophoniegipfel bestätigt wurde, im Jahr 2012 in der Demokratischen Republik Kongo statt.


Weiterführende Informationen

Déclaration de Montreux
Résolutions du XIIIe Sommet de la Francophonie


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