Bundesrätin Micheline Calmy-Rey nimmt am 16. Oktober in Bern an der Veranstaltung zum Welternährungstag teil

Bern, Medienmitteilung, 15.10.2010

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey wird am 16. Oktober auf dem Bundesplatz an der Veranstaltung der Schweizerischen Allianz gegen den Hunger teilnehmen. Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) will anlässlich des Welternährungstags am Samstag in ihrer Rede daran erinnern, dass Hunger kein unabänderliches Schicksal ist, dass das Recht auf angemessene Ernährung zu den allgemeingültigen Menschenrechten gehört und dass es an den Regierungen liegt, etwas gegen den Hunger zu unternehmen, der täglich 24'000 Menschen das Leben kostet.

Die Bundesrätin will aufzeigen, dass Hunger vor allem die Folge einer unzulänglichen Regierungsführung ist. Voraussetzung für einen erfolgreichen Kampf gegen den Hunger sind eine Entwicklungspolitik, die diesen Namen verdient, und eine Entwicklungszusammenarbeit, die auf langfristigen Partnerschaften beruht und die Bemühungen in den betroffenen Ländern wirksam unterstützt.

In diesem Zusammenhang schlägt der Bundesrat dem Parlament vor, den Anteil des Bruttonationaleinkommens (BNE), der für die öffentliche Entwicklungshilfe (APD) aufgewendet wird, bis 2015 schrittweise von 0,47% (2009) auf 0,5% zu erhöhen. Dieser angestrebte Wert liegt leicht über dem Durchschnitt aller OECD-Länder (0,48%). 

Die Beseitigung der extremen Armut und des Hungers gehört zu den acht Millenniumsentwicklungszielen, für die sich die Schweiz mit grossem Engagement einsetzt, namentlich über die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Im vergangenen Jahr wendete die DEZA rund 220 Millionen Franken für die globale Nahrungssicherheit auf.

Im südlichen Afrika zum Beispiel unterstützt die Schweiz ein Entwicklungsprojekt mit Maissorten, die dürreresistent und ertragreicher als traditionelle Arten sind. Das ist nur eines von zahlreichen Beispielen für Projekte des Bundes, die der lokalen Bevölkerung helfen, sich selber zu versorgen.

Die Schweiz engagiert sich zudem für eine wirksamere internationale Architektur im Bereich Nahrungssicherheit: Unter anderem nimmt sie an der Jahrestagung des Ausschusses für Welternährungssicherheit der Welternährung am Sitz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Rom teil. Dieser Ausschuss ist die wichtigste internationale Plattform für den Dialog über Nahrungssicherheit und Ernährung. 

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Weiterführende Informationen

Dossier: Ernährungssicherheit
Mais-Initiative im südlichen Afrika


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