Die Schweiz engagiert sich in der UNO-Kommission für Friedenskonsolidierung

Bern, Medienmitteilung, 06.07.2009

Botschafter Peter Maurer, der ständige Vertreter der Schweiz bei den Vereinten Nationen in New York, ist am 29. Juni 2009 zum Vorsitzenden der Burundi-Konfiguration der UNO-Kommission für Friedenskonsolidierung gewählt worden. Er übernimmt am 1. Juli den einjährigen Vorsitz von Schweden. Die Schweiz ist seit Mai 2009 Mitglied dieser Konfiguration.

Als Vorsitzender der Burundi-Konfiguration der UNO-Kommission für Friedenskonso­lidierung kann Botschafter Maurer auf die langjährige Erfahrung des Eidgenössi­schen Departements für auswärtige Angelegenheiten in der Zusammenarbeit mit Burundi zurückgreifen. Die Schweiz ist seit den Sechzigerjahren mit ihrer Entwick­lungszusammenarbeit in der Region der Grossen Seen präsent. Mit dem Ausbruch der Konflikte Anfang Neunzigerjahre wurde unser Land auch im Bereich der humani­tären Hilfe und der Friedensförderung tätig. Die Schweiz verfügt heute über ein Büro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) vor Ort sowie über einen Friedensberater, der der Schweizer Botschaft in Nairobi angegliedert ist. Gegen­wärtig konzentrieren sich unsere Aktivitäten insbesondere auf die Förderung des politischen Dialogs, die Eindämmung von Klein- und Leichtwaffen, die Justiz in Tran­sitionsprozessen, die gute Regierungsführung und das Gesundheitswesen.  

Fast die Hälfte der Friedensprozesse scheitert in den ersten fünf Jahren nach einem Waffenstillstand. In dieser kritischen Periode hat die Kommission für Friedenskonsoli­dierung den Auftrag, die Aufmerksamkeit und die Ressourcen der internationalen Gemeinschaft zu mobilisieren und integrierte Strategien für die Friedenskonsolidie­rung und den Wiederaufbau nach einem Konflikt vorzuschlagen. Sie organisiert ihre Arbeit in Form von Plenarsitzungen sowie spezifischen Sitzungen für einzelne Länder, mit denen sie sich besonders befasst. Im Moment ist diese Rolle auf vier Länder beschränkt: Burundi, Guinea-Bissau, Zentralafrikanische Republik und Sierra Leone. Die Schaffung der Kommission für Friedenskonsolidierung im Dezem­ber 2005 ist Ausdruck des internationalen Willens, die Wirksamkeit der UNO im Bereich der Friedenskonsolidierung zu stärken. Das entspricht einem der Hauptziele der Aussenpolitik unseres Landes.


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