Menschenhandel : Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten aus Ungarn und der Schweiz

Bern, Medienmitteilung, 24.06.2009

Menschenhandel macht an Ländergrenzen nicht Halt. Um ihn zu verhindern, effizient zu bekämpfen und seine Opfer zu schützen, ist internationale Zusammenarbeit zentral. Das EDA, in enger Kooperation mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) organisiert neu für in- und ausländische Expertinnen und Experten zweimal jährlich einen runden Tisch. Die Gespräche dienen der Kontaktpflege, dem Erfahrungsaustausch und der Stärkung der Zusammenarbeit. Die dreijährige Serie der Runden Tische zu Menschenhandel wurde gestern mit einer Delegation aus Ungarn eröffnet.

Ungarn ist zur Zeit eines der hauptsächlichen Herkunftsländer von Opfern von Menschenhandel aus Zentraleuropa in der Schweiz. Die ungarischen Spezialistinnen und Spezialisten – Vertreter des Büros des Nationalen Koordinators gegen Menschenhandel im ungarischen Justizministerium, der Bundeskriminalpolizei sowie der Polizei und der Staatsanwaltschaft der Stadt Budapest und von Interpol – trafen sich gestern in Bern mit Vertretern der schweizerischen Bundeskriminalpolizei, der Bundesanwaltschaft, der Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel bei fedpol sowie mit Experten von Stadt- und Kantonspolizeien, kantonalen und städtischen Migrationsämtern und vom Grenzwachtkorps. 

Am Runden Tisch wurde vorgestellt, wie Ungarn und die Schweiz von Menschenhandel betroffen sind, welche Bekämpfungsmassnahmen die beiden Länder umsetzen, welche Behörden federführend in der Bekämpfung des Menschenhandels sind und wie ihre Koordination funktioniert. Es wurde besprochen, wie in Ungarn und der Schweiz Opfer von Menschenhandel identifiziert werden und welchen Schutz, respektive welche Betreuung, sie erhalten. Die ungarischen und schweizerischen Experten diskutierten, ob und welche Präventionsmassnahmen ergriffen werden, um gefährdete Menschen besser zu schützen.

Die ungarische Delegation trifft sich heute in Zürich mit kantonalen und städtischen  Behörden und Stellen, unter anderem auch mit dem  Fraueninformationszentrum Zürich, welches Opfer von Menschenhandel betreut.


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