Asiatische Entwicklungsbank und IFAD: Die Schweiz beteiligt sich an Fondswiederauffüllungen

Bern, Medienmitteilung, 25.03.2009

Der Bundesrat hat am 25. März 2009 entschieden, sich an den Wiederauffüllungen des Asiatischen Entwicklungsfonds (Asian Development Fund, ADF) und des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (International Fund for Agricultural Development, IFAD) zu beteiligen.

Die beiden Fonds ADF und IFAD vergeben Darlehen und Zuschüsse für Entwicklungsvorhaben an die ärmsten Länder. Sie werden von der Gebergemeinschaft regelmässig wiederaufgefüllt.

Die Asiatische Entwicklungsbank unterstützt über ihren Fonds (ADF) Programme in den ärmsten Ländern Asiens. Er wird alle vier Jahre wiederaufgefüllt. Die Geberländer tragen für die nächste Periode (2009-2012) insgesamt 4200 Millionen US-Dollar bei. Die Schweiz beteiligt sich mit 53 Millionen Franken, was einem Lastenanteil von 1,10% entspricht. Die Einzahlung dieser Mittel erfolgt über die nächsten neun Jahre.

Der IFAD wurde 1978 geschaffen, um weltweit landwirtschaftliche Entwicklungsprojekte zu Gunsten armer, ländlicher Bevölkerungsschichten zu unterstützen. Er wird alle drei Jahre wiederaufgefüllt. Die Beiträge der Geberländer an die achte Wiederauffüllung des IFAD (2010 bis 2012) betragen total 1200 Millionen US-Dollar. Die Schweiz beteiligt sich mit 21,3 Millionen Franken (Lastenanteil von 1,6%).

Die Entwicklungsbanken sind im Kontext der Finanzkrise von grosser Bedeutung: Sie tragen durch die Umsetzung umfassender Massnahmenpakete dazu bei, die Folgen der Krise in Entwicklungs- und Schwellenländern abzufedern. Über ihre Entwicklungsfonds richten sie sich besonders an die wirtschaftlich schwachen Entwicklungsländer, in denen ein grosser Anteil der Bevölkerung von Armut betroffen und auf Unterstützung angewiesen ist.


Adresse für Rückfragen:

Zu ADF: Jürg Schneider, SECO, Multilaterale Zusammenarbeit, Tel. +41 (0)31 323 08 85
Zu IFAD: Information EDA, Tel. +41 (0)31 322 31 53


Herausgeber:

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