Starke Schweizer Präsenz am 5. Weltwasserforum

Bern, Medienmitteilung, 16.03.2009

Zwischen dem 16. und 22. März treffen sich rund 20'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt am 5. Weltwasserforum in Istanbul. Ziel ist es, Lösungen für die Wasserprobleme des 21. Jahrhunderts zu finden. Die Schweizer Delegation wird von Botschafter Martin Dahinden, Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, und Bruno Oberle, Direktor des Bundesamtes für Umwelt BAFU, angeführt.

Das vom Weltwasserrat seit 1997 alle drei Jahre durchgeführte Weltwasserforum findet dieses Jahr unter dem Titel  „Bridging Divides for Water“ statt. Minister, Bürgermeister, Parlamentarier, Fachexperten, Vertreter der Zivilbevölkerung und der Wirtschaft werden in der türkischen Stadt, also am geografischen Scheideweg zwischen Europa und Asien, versuchen, Brücken zu schlagen: zwischen Nord und Süd, Arm und Reich, modernen Technologien und traditionellen Wasserkulturen. Das Forum bietet eine globale Plattform für die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren im Bereich Wasser und setzt sich mit Themen wie Wasserknappheit und Klimawandel auseinander. 

Die DEZA, das BAFU, das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, das Bundesamt für Gesundheit BAG und das Bundesamt für Landwirtschaft BLW sind in der Schweizer Delegation vertreten. Sie vertritt in Istanbul sechs Kernbotschaften:
 

  • Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft müssen entschieden agieren, um die Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen.
  • Zugang zu Trinkwasser und die Siedlungshygiene sind ein grundlegendes menschliches Bedürfnis und ein Menschenrecht.
  • Der Zugang der Armen  zu Wasser, Siedlungshygiene und Bewässerung ist Kern des integrierten Wasserressourcenmanagements und des Schutzes der Umwelt.
  • Der Schutz der Ökosysteme ist das beste Mittel, um ausreichend Wasser von guter Qualität zu sichern und durch Wasser verursachte Naturkatastrophen zu reduzieren.
  • Wasserfachleute müssen ausreichende und praktische Informationen zum Klimawandel erhalten.
  • Nachhaltiges Wassermanagement soll Teil der Strategien in der Landwirtschaft und der Wirtschaftspolitik sein.

Schweizer „Brunnen der Information“

Die Schweiz wird an der World Water Expo, die ein wichtiger Teil des Weltwasserforums ist, mit einem Informationsstand präsent sein. Unter dem Titel „The Swiss Fountain of Experience“ zeigt sie, wie sie gemeinsam mit ihren Partnern die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen fördert und den Grundsatz des integrierten Wassermanagements vertritt und umsetzt. 

Das Weltwasserforum fand erstmals in Marokko statt, gefolgt von Den Haag (2000), Kyoto (2003) und Mexiko Stadt (2006).

Weitere Auskünfte:
Julie Bergamin, DEZA, julie.bergamin@deza.admin.ch, + 41 76 543 33 01
François Münger, DEZA,  françois.muenger@deza.admin.ch, +41 79 820 03 18
Mediendienst, BAFU, +41 31 322 90 00


Weiterführende Informationen

Offizielle Webseite des Weltwasserforums (en)
5. Weltwasserforum 2009 in Istanbul: Schweizer Engagement im Kampf gegen Wassernot
Wasser – unveräusserbares Recht auf eine knappe Ressource


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