Demokratische Volksrepublik Korea

Die DEZA unterstützt Nordkorea, Hanglagen landwirtschaftlich zu nutzen und vor Erosion zu schützen. Sie fördert die Gesundheit der Bevölkerung durch den verbesserten Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Installationen und verteilt Milchpulver über das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen.

Karte von Nordkorea
© EDA

Das Engagement der DEZA in Nordkorea begann 1995 mit humanitärer Hilfe für die von der schweren Hungersnot der 1990er Jahre betroffenen Bevölkerung. 1997 eröffnete die DEZA ein Büro in Pjöngjang, welches zunehmend Entwicklungsprojekte umsetzte. Seit 2012 führt die DEZA in Nordkorea ein rein humanitäres Programm. Die Ziele sind eine verbesserte Nahrungs- und Einkommenssicherheit, Wasserversorgung und Abwasserbewirtschaftung sowie Umweltschutz.

Landwirtschaftliche Nutzung von Hanglagen und Erosionsschutz

Der Nahrungsmittelmangel treibt die Bauern dazu, steilste Hänge zu bewirtschaften. Dies führt zu Abholzung und Erosion und erhöht damit das Risiko von Naturkatastrophen. Die DEZA fördert deshalb seit 2005 gemeinsam mit der Regierung und lokalen Partnern eine nachhaltige Produktion von Reis, Kartoffeln, Getreide und Beeren an Hängen und schützt sie vor Erosion, indem Böschungen mit Fruchtbäumen und Grasbändern bepflanzt werden.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Gesundheit durch sauberes Trinkwasser und sanitäre Installationen

Schlecht unterhaltene Trinkwasserversorgungen und fehlende saubere sanitäre Installationen sind die Ursache vieler Krankheiten. Vor allem Durchfall-Erkrankungen sind in Nordkorea weit verbreitet; sie führen zum Verlust wertvoller Vitamine und Kalorien.

Sauberes Trinkwasser verbessert die Ernährungssicherheit, reduziert die Kindersterblichkeit, bekämpft Armut und trägt generell zu einer besseren Gesundheit der Menschen in Nordkorea bei.

Ein 2012 lanciertes Programm der DEZA fördert deshalb den Zugang zu sauberem Trinkwasser und funktionierenden sanitären Installationen durch:

  • Erneuerung von Quellwasserfassungen und Wasserleitungen
  • Eröffnung von Wasserkiosken für Quartierbewohner
  • Überarbeitung von Richtlinien zur Trinkwasserverwendung gemeinsam mit UNICEF und dem Wasserministerium

Wasser

Schweizer Milchpulver für Kinder und Mütter

Seit 1995 liefert die Schweiz Milchpulver an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen in Nordkorea. Lokale Produktionsanlagen verarbeiten das Milchpulver zusammen mit Reis, Mais, Getreide und Soja zu einer protein- und vitaminhaltigen Nahrung. Über die Strukturen des Welternährungsprogramms und der Regierung erhalten jährlich insgesamt 1.3 Mio. Kinder sowie schwangere und stillende Mütter eine ausgewogene Mahlzeit pro Tag.

Nahrungsmittelhilfe

Aktuelle Projekte

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Emergency Food and Nutrition Assistance DPRK 2019

18.03.2019 - 31.12.2019

The Emergency Food and Nutrition Assistance DPRK 2019 Project responds to an urgent request of the DPR Korea to extend food assistance to its citizens in 2019, following a poor harvest after a nation-wide heat wave and regional floods in 2018. The assistance will be provided through the World Food Programme (WFP) and targets 50,000 children in the three highly affected provinces of the country, South Hwanghae, Ryanggang and Jaggang for a period of 12 months.


Allocation of SDC Funding to ICRC Operations in 2019

01.01.2019 - 31.12.2019

In line with the Good Humanitarian Donorship (GHD) principles, Switzerland recognizes the necessity of predictable and flexible funding to respond to changing needs in humanitarian crises. SDC funding to ICRC operations allows the International Committee of the Red Cross (ICRC) to respond proactively and to provide immediate protection and assistance for people affected by armed conflict and other situations of violence.



Sustainable Livelihood and Disaster Mitigation (SLDM)

01.02.2017 - 31.12.2020

The intervention works on the nexus of DRR, food security and agroforestry and successor programme of the Sloping Land Management programme (SLM). Building on SLM, food security remains central, but DRR is the principle concern of the domain of intervention. Combining food security and DRR increases the scope to work holistically towards sustaining the resources on which livelihoods depend. The emphasis on sustainable food production addresses the humanitarian needs of communities. Coupling this with a focus on community action serves to enlarge the scope for groups and individuals to act more autonomously.


WASH Programme

01.02.2017 - 31.12.2020

The intervention focuses on the basic humanitarian need of access to WASH services through raising hygiene awareness, construction of WASH facilities and capacity building in rural areas. Providing sustainable access to WASH services shall improve the health of 40'000 beneficiairies through access to robust infrastructure, safe sanitation and protection of water sources that will also reduce exposure of rural communities to natural hazards.

 

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