Moldova

Die Schweizer Transitionszusammenarbeit unterstützt die Republik Moldova darin, qualitative öffentliche Dienstleistungen für alle Bewohner zugänglich zu machen, insbesondere für die ländliche Bevölkerung und benachteiligte Gruppen. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind Reformen im Gesundheitswesen, Stärkung lokaler Gouvernanz sowie nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung.

Karte von Moldau
© EDA

Die Republik Moldova ist eines der ärmsten Länder Europas. Ein Grund dafür ist der noch immer ungelöste Transnistrien-Konflikt, welcher ab 1992 zur Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage führte und damit eine Vielzahl negativer Auswirkungen zur Folge hatte.

Obwohl die Republik Moldova bereits viele Fortschritte erzielte und ein solides Wirtschaftswachstum aufweist, sieht sich das Land noch immer mit grossen Herausforderung konfrontiert. Das Gesundheitswesen bedarf dringender Reformen und der Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen ist besonders in ländlichen Regionen nur beschränkt möglich. Des Weiteren verhindern eine hohe Anzahl Auswanderungen, eine grosse Schattenwirtschaft sowie ein schwacher Privatsektor, dass die Wirtschaft sich entsprechend ihres Potenzials entwickelt.

Themen der DEZA

Gesundheit

Der Gesundheitszustand der Bevölkerung liegt in der Republik Moldova deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Die Lebenserwartung ist mit 70 Jahren gering, der Zugang zu medizinischer Grundversorgung ist vor allem in ländlichen Gebieten nicht gewährleistet und die Bevölkerung ist ungenügend vor finanziellen Risiken durch hohe Ausgaben geschützt. Die DEZA unterstützt daher die Republik Moldova in ihrem Bestreben, das Gesundheitssystem zu reformieren, um qualitativ hochstehende und für alle zugängliche Gesundheitsdienstleistungen bereitzustellen. Ein weiterer Fokus des Schweizer Engagements liegt auf Sensibilisierungsmassnahmen, um nicht übertragbare Krankheiten (z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Krebs) vorzubeugen und die Vorteile eines gesunden Lebensstils zu veranschaulichen.

Gesundheit

Demokratische Regierungsführung

Die Schweiz setzte sich in der Vergangenheit stark für eine flächendeckende Wasserversorgung und sanitäre Anlagen in der Republik Moldova ein. Obwohl messbare Verbesserungen eintraten, übertrugen sich diese Erfolge nicht grundsätzlich auf bessere öffentliche Dienstleistungen auf lokaler Ebene. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, beinhalten die Aktivitäten der DEZA deshalb seit 2018 neu die Stärkung lokaler Gouvernanz. Ziel ist es, mehr Ressourcen für lokale Behörden zu generieren sowie eine grössere Beteiligung der Bevölkerung in lokalen Angelegenheiten zu erreichen, damit ihre Bedürfnisse und Interessen im politischen Prozess miteingebracht werden.

Wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung

Die niedrige Beschäftigungsquote und die hohe Auswanderungsrate stellen die Republik Moldova vor ernste demografische und soziale Herausforderungen und behindern die wirtschaftliche Entwicklung. Damit die Wirtschaft nachhaltig und zu Gunsten aller wächst, müssen Arbeitsplätze durch den privaten Sektor stimuliert werden. Unternehmen müssen wettbewerbsfähiger werden und mehr und besser bezahlte Jobs schaffen. Die Schweiz unterstützt deshalb drei Massnahmen im arbeitsmarktorientierten Bereich:

  • Unternehmen bei der Schaffung neuer Stellen fördern,

  • die Berufsbildung auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes ausrichten

  • das Angebot der öffentlichen Arbeitsvermittlungen ausbauen.

Diese Massnahmen sollen zur Armutsbekämpfung beitragen, indem weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen sind und mehr Einkommen generiert werden. Zudem würde dies zu geringeren Transferzahlungen von im auslandlebenden Angehörigen führen.

Herangehensweise und Partner

Die Schweiz koordiniert ihre Transitionszusammenarbeit eng mit den örtlichen Behörden, anderen Geberländern und internationalen Organisationen wie der EU und der UNO. Alle Programme der Schweiz integrieren die Prinzipien der guten Regierungsführung und der Gleichberechtigung.

Wichtige Partner der Schweiz in der Republik Moldova

  • Schweizer NGOs und Partnerorganisationen: SKAT Consulting Ltd, Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut, Helvetas-Swiss Intercooperation, Swisscontact, Terre des Hommes, Caritas Schweiz, HEKS, Pestalozzi u.a.

  • Nationale Partner: Ministerium für Landwirtschaft, regionale Entwicklung und Umwelt, Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales, Ministerium für Bildung, Kultur und Forschung, Stadt-und Gemeindebehörden, zivilgesellschaftliche und Berufsorganisationen, Privatsektor und lokale NGOs u.a.

  • Bilaterale und multilaterale Partner: Deutschland (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZ; Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ; Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW), Österreich (Austrian Development Agency, ADA), Weltgesundheitsorganisation (WHO), Entwicklungsprogramm der UNO (UNDP), EU, Kinderhilfswerk der UNO (UNICEF) u.a.

Aktuelle Projekte

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Contribution to Confidence Building Measures Program in Transnistria – Promoting Confidence in the Health Sector

01.03.2016 - 31.12.2021

Population living in Transnistria has limited access to quality maternal and child health care. The vaccination coverage rate is declining and the number of premature and underweight newborns is increasing. The project aims to approximate maternal and child health care in Transnistria to international standards, as well as to improve the access to and quality of maternal and child health services at secondary and primary level. A special focus is put on nutrition and immunization. The project offers good opportunities for building trust across borders through common trainings of professionals and concerted efforts on immunization.


Reform der zivilgesellschaftlichen Organisationen in Moldawien

Versammlung von Männern und Frauen

01.12.2015 - 31.12.2021

Das Projekt «Engaging Citizens and Empowering Communities» soll die zivilgesellschaftlichen Organisationen stärken, damit sie sich wirkungsvoll für die Wahrung und Förderung der Rechte und Interessen schutzbedürftiger und ausgegrenzter Menschen in Moldawien einsetzen können.

Land/Region Thema Periode Budget
Moldova
Governance
Menschenrechte
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Demokratische Partizipation und Zivilbevölkerung
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)

01.12.2015 - 31.12.2021


CHF  3’150’000



Institutional Support to Network of Associations of Local Authorities in South East Europe (NALAS)

01.07.2013 - 31.12.2022

With an institutional support to the Network of Associations of Local Authorities of South – East Europe (NALAS), SDC supports the decentralization and democratization processes as well as stability in South East Europe (SEE). NALAS strengthens national associations of local governments and fosters communication and cooperation among them. Through its advocacy activities, NALAS will support local governments in SEE to become more visible and taken into account, both by national governments and European institutions.

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