Mali

Die Schweiz setzt sich in Mali für die Armutsbekämpfung und für einen dauerhaften Frieden ein. Sie fördert insbesondere Bereiche wie ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit, Gouvernanz und Friedensprozess sowie Grund- und Berufsbildung. Die Unterstützung erfolgt im Rahmen ihrer drei aussenpolitischen Instrumente: Entwicklungszusammenarbeit, Friedenspolitik und humanitäre Hilfe. Dabei konzentriert sie ihre Aktivitäten auf die Regionen Sikasso im Süden, Mopti im Zentrum und Timbuktu im Norden des Landes.

Karte von Mali
© EDA

Die demokratischen Wahlen von 2013 markierten die Rückkehr zur verfassungsrechtlichen Ordnung nach der Krise von 2012 und ermöglichten im Juni 2015 die Unterzeichnung eines Friedens- und Versöhnungsabkommens. Trotz der Beilegung des Konflikts bestehen erhebliche Sicherheitsrisiken. Das Land steht vor zahlreichen Herausforderungen in Bezug auf Frieden, Gouvernanz, Bildung, Jugendbeschäftigung und Armutsbekämpfung. Trotz der zahlreichen Herausforderungen verfügt es jedoch über eine beachtliche Widerstandsfähigkeit Die Viehwirtschaft Malis weist ein grosses Potenzial auf, die Wachstumsrate des Landes liegt bei 5% (2015), und 65% der Einwohnerinnen und Einwohner sind unter 25 Jahre alt.

Ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit

Produktivitätssteigerung dank neuer Infrastruktur

In Mali leben zwei Drittel der Bevölkerung auf dem Land. Sie steuern etwa einen Drittel zum BIP bei. Vor diesem Hintergrund unterstützt die DEZA Infrastrukturvorhaben, die zu einer Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft und Einkommensverbesserungen führen:

  • Bau von Bewässerungsanlagen
  • Bau von Dämmen zum Schutz der Umgebung von Seen
  • Bau von Schotterpisten zwischen Städten und ländlichen Gebieten
  • Bau von Viehgehegen

Mit diesen Projekten soll die Wirtschaft in ländlichen Gebieten angekurbelt werden. Seit 2012 haben 83 Vorhaben im Bereich der ländlichen Entwicklung die Wirtschaft von Dorfgemeinschaften belebt. 2015 stiegen die Einnahmen der Landwirtschaftsbetriebe um 17%.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Grundbildung und Berufsbildung

Anpassung des Angebots an die sozialen Herausforderungen

In Mali ist der Anteil der Kinder, die Zugang zur Grundschulbildung haben, immer noch gering. Etwa eine Million Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren gehen nicht zur Schule, und die Hälfte der eingeschulten Kinder verlässt das Bildungssystem schon während der Primarschule. In diesem Bereich konzentriert sich die DEZA auf die Verbesserung der Unterrichtsqualität und fördert eine dezentrale Bildung. Sie unterstützt gleichzeitig inklusive Bildungsalternativen als Antwort auf die Krise (50 mobile Schulen, 250 Zentren mit einem Ansatz für eine beschleunigte Einschulung, Berufsbildung für Schülerinnen und Schüler aus Koranschulen).

Die Entwicklungsbestrebungen werden durch das tiefe Qualifikationsniveau der Arbeitnehmenden behindert. Deshalb unterstützt die DEZA den Aufbau eines Berufsbildungssystems, das auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts ausgerichtet ist.

Grundbildung unnd Berufsbildung

Gouvernanz und Frieden

 Übertragung von Verantwortung an lokale Institutionen

Die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger und der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen sowie die Pflicht der Amtsträger zur Rechenschaft gegenüber ihrer Wählerschaft sind Schlüsselthemen der DEZA in Mali. So unterstützt die DEZA Programme zur Förderung der Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger bei Angelegenheiten, die sie direkt betreffen.

So beteiligt sich die DEZA an der Stärkung der Kapazitäten von lokalen Amtsträgern im Bereich Verwaltung und öffentliche Finanzen. Sie unterstützt die Übertragung von Ressourcen an die Regionen und die Mobilisierung der von den Gebietskörperschaften verwalteten Ressourcen (+25% Steuereinnahmen 2015). Die Schweiz begleitet zudem die Anstrengungen im Bereich der nationalen Versöhnung und führt Projekte zum Schutz der Zivilbevölkerung durch (Förderung des humanitären Völkerrechts).

Anwaltschaft und gute Regierungsführung

Humanitäre Hilfe und Förderung von Frieden und Sicherheit

Bedürfnisorientierte Unterstützung für Vertriebene

Die Schweiz trägt dazu bei, humanitäre Bedürfnisse zu decken. Dabei geht es um den Schutz und die Unterstützung von besonders verwundbaren Personen, die vor dem Konflikt im Norden des Landes fliehen mussten: Binnenvertriebene (2016: 39’000), Gastbevölkerung und Flüchtlinge in den Nachbarländern (Anfang 2016: 134’000). Die Schweiz unterstützt die malische Regierung bei der Definition und Umsetzung ihrer nationalen Politik zur Förderung der Nahrungs- und Ernährungssicherheit der am stärksten verwundbaren Bevölkerungsgruppen.

Im Rahmen der Mali-Krise setzt sich die Abteilung Menschliche Sicherheit des EDA für den Friedensdialog ein, und die Humanitäre Hilfe der Schweiz finanziert Partner vor Ort wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das Welternährungsprogramm (WFP) und das Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR).

Katastrophenvorsorge, Nothilfe und Wiederaufbau

Ansatz und Partner

Die Schweiz unterstützt Mali durch koordinierte Aktivitäten der humanitären Hilfe, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Friedens- und Menschenrechtsförderung. Sie engagiert sich auf nationaler und lokaler Ebene und arbeitet eng mit den zuständigen Regierungsstellen und lokalen Behörden zusammen. Zu ihren wichtigsten Partnern zählen:

  • Schweizer Partner: Helvetas Swiss Intercooperation, Swisscontact
  • Malische Partner: Ministerien, Behörde für Ernährungssicherheit, Regionalbehörden, Gemeindeverbunde und Zusammenschlüsse, Berufsorganisationen, Centre international d‘expertises et de formation (CIEF), Formation Sans Frontières, Rotes Kreuz, Kéné Conseils
  • Bilaterale und multilaterale Partner: Dänische Entwicklungszusammenarbeit, LuxDev, Dänischer Flüchtlingsrat, WB, IKRK, UNHCR, WFP, OCHA, UNICEF, FAO, OXFAM, UNESCO, UNHAS (Humanitärer Flugdienst der Vereinten Nationen)

Aktuelle Projekte

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Programme d’Appui aux Filières Agropastorales de Sikasso – PAFA

01.06.2013 - 30.09.2020

La DDC soutient le Conseil Régional de Sikasso et les partenaires privés locaux dans l’amélioration des conditions cadres pour le développement des filières pomme de terre et lait. Les appuis apportés contribueront à une meilleure organisation des différents segments de ces filières, de la production au marché et à la valorisation locale des produits au profit des petits producteurs et transformateurs. A terme, plus de 360'000 personnes assureront leur sécurité alimentaire et réduiront leur pauvreté.

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