Gültig am:
Publiziert am: 21.10.2020

Diese Reisehinweise sind durch ein Kapitel Naturbedingte Risiken ergänzt worden.


Reisehinweise für Paraguay

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

NEUES CORONAVIRUS (COVID-19):

Das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt, weiterhin auf nicht notwendige Auslandreisen zu verzichten. Von dieser Empfehlung ausgenommen sind zurzeit:

  • die nachfolgenden Länder des Schengen-Raums: Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Norwegen, Österreich, Polen und Schweden. Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage rät das BAG jedoch von nicht notwendigen Reisen in bestimmte Gebiete in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich ab.*
  • sowie folgende Länder: Australien, Bulgarien, Japan, Neuseeland, Ruanda, San Marino, Südkorea, Thailand, Uruguay, Vatikan/Heiliger Stuhl und Zypern.*

Die detaillierte Liste der abgeratenen Gebiete in den vier Nachbarstaaten finden Sie auf
BAG: Quarantäneliste.
Alle anderen abgeratenen Länder sind ersichtlich auf:
BAG: Informationen für Reisende

Unabhängig der Empfehlungen des BAG bestehen in zahlreichen Ländern weiterhin Einreiserestriktionen.

Das BAG hat verfügt, dass Personen, die aus Staaten und Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen, für zehn Tage in die Quarantäne müssen. Beachten Sie die Liste des BAG, die regelmässig angepasst wird. *

* Verbindliche Auskünfte über die Reise-Empfehlungen im Zusammenhang mit Covid-19 und die schweizerischen Quarantänebestimmungen erteilt das BAG.

Beachten Sie den Fokus neues Coronavirus (Covid-19)

Erkundigen Sie sich vor Auslandreisen bei den ausländischen Vertretungen in der Schweiz (Botschaften und Konsulate) über die aktuell gültigen Einreisevorschriften und anderen Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuen Coronavirus.
ausländische Vertretungen in der Schweiz


Aktuelles

Neues Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Empfehlungen des Bundesrates und weitere Informationen im
Fokus neues Coronavirus (COVID-19)
.

Um die Verbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, verfügen immer mehr Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften in Paraguay, beachten Sie die Informationen der zuständigen paraguayischen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die Botschaft von Paraguay in Bern.
Dirección General de Migraciones

Botschaft von Paraguay
Ministerio de Salud Publica y Bienestar Social – COVID-19

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen des
Bundesamtes für Gesundheit BAG

Grundsätzliche Einschätzung

Die politische Lage kann als stabil bezeichnet werden. Dennoch kann es zu politischen Demonstrationen, Strassenblockaden und Ausschreitungen kommen. Meiden Sie deshalb Kundgebungen jeder Art.

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Paraguay nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam. 
Terrorismus und Entführungen

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Departemente Concepción, Amambay, Alto Paraná, San Pedro, Canindeyu und Itapúa: In diesen Departementen führen die Machenschaften von Drogenbanden gelegentlich zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

In den Departementen San Pedro und Concepción sind ausser kriminellen Gruppierungen auch die paraguayischen Guerilla-Organisationen EPP (Ejercito Popular Paraguayo) und ACA (Asociación Campesina Armada) aktiv, die von den Sicherheitskräften bekämpft werden. Die EPP hat wiederholt Personen zwecks Lösegelderpressung entführt; mehrere Personen sind ermordet worden. Bewaffnete Auseinandersetzungen können vereinzelt auch unbeteiligte Personen in Mitleidenschaft ziehen. Strassensperren und Kontrollen sind häufig.
Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen in die Departemente San Pedro und Concepción wird abgeraten. Lassen Sie bei dringend notwendigen Reisen grösste Vorsicht walten, und erkundigen Sie sich bei einer lokalen Vertrauensperson oder den lokalen Behörden über die aktuelle Lage.
Diese Empfehlungen gelten auch für Reisen in die Departemente Amambay, Alto Paraná, Canindeyu und Itapúa.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist besonders in den Städten hoch und wird oft von Gewalt begleitet (Auto- und andere Diebstähle, Sexualdelikte, Raubüberfälle etc.). Lassen Sie erhöhte Vorsicht walten. Auch Entführungen zwecks Lösegelderpressung kommen vor, teilweise mit Todesfolge. Für das ganze Land werden unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Deponieren Sie Wertsachen, Flugtickets etc. im Hotelsafe.
  • Deponieren Sie Ihre Dokumente im Hotelsafe; tragen Sie jedoch immer eine Fotokopie des Reisepasses auf sich (einschliesslich der Seite mit dem Einreisestempel).
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft nimmt zu.
  • Frauen wird empfohlen, nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine unterwegs zu sein bzw. auszugehen.
  • Finanz- und Bankdelikte sind weit verbreitet (verschiedene Betrügereien im Immobilienbereich, oft durch fiktive Firmen, Veruntreuungen usw.). Geschäftsleuten wird empfohlen, vor dem Abschluss von Verträgen einen Vertrauensanwalt beizuziehen.

Verkehr und Infrastruktur

Viele Strassen sind in schlechtem Zustand. Nach Unwettern (starke Regenfälle und Stürme) muss im ganzen Land einschliesslich Asuncion mit Überschwemmungen und Behinderungen gerechnet werden. Auch der Reiseverkehr kann vorübergehend beeinträchtigt werden. Wegen der erhöhten Unfallgefahr wird von nächtlichen Überlandfahrten abgeraten.

Die Ausflugsboote auf den Flüssen sind schlecht gewartet, und die Sicherheitsvorkehrungen sind mangelhaft.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinen Mengen und bei jeder Art von Drogen hart bestraft (Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 25 Jahren).

Die Haftbedingungen sind prekär.

Naturbedingte Risiken

Die Regenzeit dauert von November bis April. Starke Regenfälle können Überschwemmungen, Erdrutsche und Infrastrukturschäden verursachen. Auch der Reiseverkehr kann vorübergehend beeinträchtigt werden.

Insbesondere in den Sommermonaten kommt es bei anhaltender Trockenheit landesweit immer wieder zu Waldbränden. Besonders betroffen ist die Region Chaco. Waldbrände können aber auch rund um die Hauptstadt Asunción vorkommen.

Beachten Sie unbedingt die Warnungen und Instruktionen der lokalen Behörden, z.B. Absperrungen, Evakuationsbefehle, etc.:
Instituto Forestal Nacional
Secretaria de Emergencia Nacional
Centro Metorologico Nacional

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

Medizinische Versorgung

Mit Ausnahme von Asunción ist die medizinische Betreuung nicht gewährleistet. Krankenhäuser verlangen eine Vorschusszahlung, bevor sie Patienten behandeln. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen werden mit Vorteil im Ausland (z.B. USA oder Schweiz) behandelt.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Nützliche Adressen

Notruf-Nummer: 911

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Regionales Konsularcenter in Buenos Aires, Argentinien
Schweizer Botschaft in Montevideo, Uruguay
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.