Gültig am:
Publiziert am: 04.06.2020

Das Kapitel Spezifische regionale Risiken ist vollständig überarbeitet worden: Neu wird abgeraten von Reisen in die ganze Provinz Cabo Delgado, einschliesslich der vorgelagerten Inselgruppen.


Reisehinweise für Mosambik

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

NEUES CORONAVIRUS (COVID-19):

Das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt, weiterhin auf nicht notwendige Auslandreisen zu verzichten. Von dieser Empfehlung ausgenommen sind:

  • seit dem 15. Juni 2020 die Länder des Schengen-Raums (einschliesslich Dänemark, Island und Norwegen) sowie Grossbritannien. Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage rät das BAG jedoch von nicht notwendigen Reisen in folgende Schengen-Länder ab: Seit dem 22. Juli 2020 nach Luxemburg und ab dem 5. August 2020 nach Spanien (ausser den Balearen und den Kanaren)
  • seit dem 20. Juli 2020 zusätzlich folgende Länder: Algerien, Andorra, Australien, Bulgarien, Georgien, Irland, Japan, Kanada, Kroatien, Marokko, Monaco, Neuseeland, Ruanda, San Marino, Südkorea, Thailand, Tunesien, Uruguay, Vatikan/Heiliger Stuhl und Zypern.

Ausserdem hat das BAG verfügt, dass ab dem 6. Juli 2020 Personen, die aus Staaten und Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen, für zehn Tage in die Quarantäne müssen. Beachten Sie die Informationen des BAG, die regelmässig angepasst werden.
BAG

Beachten Sie den Fokus neues Coronavirus (Covid-19)

Erkundigen Sie sich vor Auslandreisen bei den ausländischen Vertretungen in der Schweiz (Botschaften und Konsulate) über die aktuell gültigen Einreisevorschriften und anderen Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuen Coronavirus.
ausländische Vertretungen in der Schweiz

Staatssekretariat für Migration SEM: Schengen-Staaten

Aktuelles

Neues Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Empfehlungen des Bundesrates und weitere Informationen im
Fokus neues Coronavirus (COVID-19).

Um die Verbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, verfügen immer mehr Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften in Mosambik, beachten Sie die Informationen der zuständigen mosambikanischen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die mosambikanische Botschaft in Genf.

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen des
Bundesamtes für Gesundheit BAG

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Grundsätzliche Einschätzung

Wirtschaftliche Schwierigkeiten und soziale Spannungen können jederzeit kurzfristig zu Demonstrationen und gewalttätigen Ausschreitungen führen.

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Mosambik nicht ausgeschlossen werden. Beachten Sie auch die Rubrik
Terrorismus und Entführungen

Informieren Sie sich vor und während der Reise über die Entwicklung der Lage in den Medien und über Ihre Reiseagentur oder bei den lokalen Behörden. Halten Sie sich an die Anweisungen der lokalen Behörden und meiden Sie grössere Menschenansammlungen und Demonstrationen jeder Art.

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Provinzen Sofala, Manica, Zambezia, Tete und Nampula: In den Provinzen Sofala, Manica, Zambezia und Tete im Zentrum des Landes kam es in der Vergangenheit zu bewaffneten Zusammenstössen zwischen den Sicherheitskräften und den Milizen der Opposition RENAMO. Am 6. August 2019 wurde das Friedensabkommen zwischen der Regierung und der Opposition RENAMO unterzeichnet. Dennoch bleiben gewisse Spannungen bestehen. Auf den Landstrassen in den genannten fünf Provinzen kommen Überfälle mit Schusswaffen weiterhin vor, teilweise mit Todesfolge. Sie richten sich unter anderem gegen Privatautos und Autobusse. Besonders häufig sind die Provinzen Sofala und Manica betroffen. Zum Beispiel wurden im Distrikt Chibabava am 2. April 2020 bei Angriffen auf Busse mehrere Personen verletzt. Im März 2020 waren bei einem Angriff in Nharichonga ein Todesopfer und eine verletzte Person zu beklagen. Im Distrikt Chibabava hat ein Angriff auf drei Fahrzeuge am 24. Dezember 2019 mehrere Todesopfer und neun Verletzte gefordert. Informieren Sie sich vor und während Reisen in die Provinzen Sofala, Manica, Zambezia, Tete und Nampula bei den lokalen Behörden und Ihrem Reiseveranstalter über die aktuelle Sicherheitslage und über die Durchführbarkeit der geplanten Reise. Lassen Sie sich von einer ortskundigen lokalen Vertrauensperson begleiten.

Provinz Cabo Delgado: In dieser Provinz kommt es sehr häufig zu bewaffneten Angriffen durch gewalttätige islamistische Gruppierungen; sie überfallen Dörfer, stecken Häuser in Brand und ermorden die Bewohnerinnen und Bewohner. Auch Entführungen zwecks Lösegelderpressung kommen vor. Bei der Bekämpfung dieser Gruppierungen durch die lokalen Sicherheitskräfte kommt es zu Schusswechseln, die vereinzelt auch unbeteiligte Personen in Mitleidenschaft ziehen können.
Seit Anfang März 2020 hat sich die Situation weiter verschlechtert. Die Zahl der Anschläge hat massiv zugenommen. Die Angreifer wollen ein islamisches Kalifat gründen und haben wiederholt kleinere Städte mehrere Stunden lang besetzt. Seit Mitte April 2020 führt die Regierung Sicherheitsoperationen gegen die Angreifer durch. Eine weitere Verschlechterung der Lage ist möglich.
Von Reisen in die Provinz Cabo Delgado wird abgeraten, einschliesslich der vorgelagerten Inselgruppen.

Nacala und Umgebung: Die Gewaltverbrechen in und um Nacala haben zugenommen. Auch die Strände sind davon betroffen. Raubüberfälle, Diebstähle, Vergewaltigungen und Drohungen gegen Ausländer werden gemeldet. Lassen Sie bei Reisen in dieses Gebiet erhöhte Vorsicht walten.

Kriminalität

Die Gewaltkriminalität nimmt zu und ist ein ernst zu nehmendes Problem: Diebstähle, Einbrüche, Autodiebstähle unter Androhung oder gar Anwendung von Gewalt sowie Raubüberfälle in den Städten und auf Landstrassen. Von den zunehmenden Entführungen zwecks Lösegelderpressung sind sowohl einheimische als auch ausländische Personen betroffen. Verbrecher schrecken selbst vor Morden nicht zurück. Unter anderem werden nachstehende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc) auf sich.
  • Vermeiden Sie nächtliche Spaziergänge.
  • Unternehmen Sie Überlandfahrten ausschliesslich tagsüber und nicht alleine.
  • Insbesondere Frauen wird empfohlen, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich nicht alleine an wenig belebten Orte aufzuhalten. Dies gilt zum Beispiel auch in der Hauptstadt oder an Stränden.
  • Halten Sie die Autofenster geschlossen und die Türen verriegelt.
  • Leisten Sie keinen Widerstand bei einem Raubüberfall, da die Gewaltbereitschaft relativ hoch ist.
  • Erkundigen Sie sich vor Fahrten durch den Tete Korridor (Strecke nach Malawi und Simbabwe) bei den lokalen Behörden über die Sicherheitslage.
  • Seien Sie sich bewusst, dass Korruption verbreitet ist und auch die Polizei involviert sein kann. Versuchen Sie, Ihre Interessen überlegt und höflich zu wahren.

Im Indischen Ozean ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen, vereinzelt auch in den Gewässern Mosambiks. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
Maritime Piraterie

Verkehr und Infrastruktur

Am 14./15. März 2019 hat der Zyklon Idai in den Provinzen Inhambane, Manica, Sofala, Tete und Zambezia massive Schäden angerichtet und zahlreiche Todesopfer und Verletzte gefordert. Am schwersten betroffen sind die Provinzhauptstadt Beira und umliegende Gebiete. Die Instandstellung der Infrastruktur wird längere Zeit in Anspruch nehmen. Informieren Sie sich vor Reisen in die betroffenen Regionen bei Ihrem Reiseveranstalter oder bei den lokalen Behörden über die Durchführbarkeit der Reise.

In Mosambik herrscht Linksverkehr. Die Verbindungsstrassen von Maputo nach Südafrika sind allgemein in gutem Zustand. Der Zustand der übrigen Strassen ist jedoch sehr unterschiedlich (z.B. streckenweise viele Schlaglöcher). Während der Regenzeit von Dezember bis April können selbst asphaltierte Strassen unpassierbar werden. Das unberechenbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer bildet ein zusätzliches Risiko. Lassen Sie grösste Aufmerksamkeit walten und verzichten Sie auf nächtliche Überlandfahrten.

Die Sicherheitsvorkehrungen für Inlandflüge entsprechen oft nicht europäischen resp. internationalen Standards.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Es ist verboten, öffentliche und militärische Einrichtungen, uniformierte Personen usw. zu fotografieren. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden hart bestraft. Die Haftbedingungen sind prekär.

Naturbedingte Risiken

Während der Regenzeit (Dezember bis April) gibt es praktisch jährlich schwere Überschwemmungen, vor allem im Sambesi-Tal und seinem Einzugsgebiet. Im gleichen Zeitraum können heftige Wirbelstürme auftreten. Überschwemmungen und Stürme verursachen oft schwere Verwüstungen, und es kann längere Zeit dauern, bis die Infrastrukturschäden repariert sind. Berücksichtigen Sie diese Tatsache bei der Reiseplanung, und bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist kaum gewährleistet und entspricht nicht europäischem Standard. Private Krankenhäuser verlangen eine Vorschusszahlung, bevor sie Patienten behandeln. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland behandelt werden (Südafrika oder Europa).

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Besondere Hinweise

In Mosambik besteht Ausweispflicht. Tragen Sie Ihren Originalpass immer auf sich, damit Sie sich bei den häufigen Polizeikontrollen ausweisen können. Personen, die sich nicht mit Originaldokumenten ausweisen, können in Untersuchungshaft genommen werden.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung (Konsularcenter in Pretoria/Südafrika) oder an die Helpline EDA wenden.
Regionales Konsularcenter in Pretoria, Südafrika
Schweizer Botschaft in Mosambik

Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.