Gültig am:
Publiziert am: 06.12.2019

Die Lagebeschreibung ist aktualisiert worden. Weiterhin gültig: Von Reisen nach Mali sowie von Aufenthalten jeder Art im Land wird abgeraten.


Reisehinweise für Mali

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen nach Mali sowie von Aufenthalten jeder Art im Land wird abgeraten. Im ganzen Land bestehen hohe Sicherheitsrisiken und die Gefahr von Entführungen.

Schweizerische Staatsangehörige, die entgegen dieser Empfehlung im Land bleiben, werden gebeten, in Kontakt mit dem Schweizer Kooperationsbüro in Bamako oder der Schweizer Botschaft in Dakar zu bleiben.
Schweizer Kooperationsbüro Bamako

Schweizer Botschaft Dakar

Die Schweiz hat nur sehr eingeschränkte oder je nach Situation gar keine Möglichkeit, in Notfällen Dienstleistungen oder sonstige Unterstützung für schweizerische Staatsangehörige in Mali zu erbringen.

Im ganzen Land bestehen hohe Sicherheitsrisiken. Die politische Lage ist volatil, es finden regelmässig Protestkundgebungen statt, die zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften führen können.

Konflikte zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen fordern immer wieder Todesopfer, vor allem im Zentrum des Landes. Zum Beispiel wurden im März 2019 bei einem bewaffneten Überfall auf ein Dorf in der Nähe von Bankass (Region Mopti) mehr als 150 Personen getötet. Ein Überfall auf ein Dorf bei Sanga (Region Mopti) forderte im Juni 2019 über 90 Todesopfer.

Eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage im ganzen Land ist jederzeit möglich.

Eine grosse, multifunktionale Mission der UNO (MINUSMA) sowie internationale und regionale Militärmissionen versuchen, die malische Regierung bei der Stabilisierung des Landes zu unterstützen. Islamistische Terroristen und andere bewaffnete Gruppierungen sind jedoch weiterhin aktiv. Es kommt immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und diesen Gruppierungen.

Wiederholt haben in Mali Gewalttaten durch terroristische und kriminelle Gruppierungen Todesopfer und Verletzte gefordert. Am häufigsten werden die Sicherheitskräfte in den Regionen Mopti, Timbuktu, Gao, Kidal angegriffen. Zu den möglichen Zielen von Terrorangriffen zählen jedoch auch staatliche, touristische und ausländische Einrichtungen sowie grosse Menschenansammlungen, z.B. belebte Märkte, Einkaufszentren, öffentlicher Verkehr, Schulen, kulturelle Anlässe, bekannte internationale Hotels, beliebte Restaurants. Beispiele von Attentaten:

  • Im November 2019 wurden bei einem Attentat auf eine Militärbasis in Indelimane mehr als 50 Personen getötet und 10 weitere verletzt.
  • Im September 2019 tötete ein Sprengsatz auf einer Landstrasse bei Douentza (Region Mopti) mindestens 14 Buspassagiere.
  • Im Juli 2019 forderte ein Attentat auf eine Militärbasis in Gao mehrere Verletzte.
  • Im Mai 2019 wurden bei Angriffen auf Grenzposten in Koury und in Boura (Region Sikasso) im Süden des Landes nahe der Grenze zu Burkina Faso mehrere Personen getötet.
  • Im November 2018 forderte eine Autobombe in Gao mindestens drei Tote und vier Verletzte.
  • Im März 2018 wurden bei einem Angriff auf ein Hotel in Bandiagara (Region Mopti) eine Person getötet und zwei weitere verletzt.
  • Im Dezember 2017 wurden in der Region Timbuktu fünf Personen auf einer Landstrasse überfallen und umgebracht.
  • Am 18. Juni 2017 forderte ein terroristisches Attentat auf ein bei Ausländern beliebtes Hotel in der Region Bamako mehrere Todesopfer und Verletzte.
  • Im Januar 2017 forderte ein Bombenangriff auf das Militärlager in Gao über 70 Tote und zahlreiche Verletzte.

Das Entführungsrisiko ist im ganzen Land sehr hoch. In grossen Teilen der Sahara und des Sahel sind bewaffnete Banden und islamistische Terroristen aktiv, die vom Schmuggel und von Entführungen leben. Sie sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen. Seit November 2009 sind mehrere Ausländer, meistens europäischer Herkunft, in der Sahara/Sahelzone entführt worden. Es handelte sich um Touristen sowie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und ausländischen Firmen.

Beachten Sie die Informationen auf unseren spezifischen Internet-Seiten:
Entführungsrisiko in der Sahara und Sahelzone

Terrorismus und Entführungen

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Dakar, Senegal

Schweizer Kooperationsbüro in Bamako

Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.