Gültig am:
Publiziert am: 21.08.2020

Die Lagebeschreibung ist aktualisiert worden. Die Empfehlungen bleiben unverändert gültig: Von Reisen in den Irak wird abgeraten.
Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen in die teilautonome Region Kurdistan wird abgeraten.


Reisehinweise für Irak

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

NEUES CORONAVIRUS (COVID-19):

Das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt, weiterhin auf nicht notwendige Auslandreisen zu verzichten. Von dieser Empfehlung ausgenommen sind zurzeit:

  • die Länder des Schengen-Raums (einschliesslich Dänemark, Island und Norwegen) sowie Grossbritannien. Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage rät das BAG jedoch von nicht notwendigen Reisen in folgende Schengen-Länder ab: Malta, Spanien und Tschechien sowie in bestimmte Gebiete in Frankreich und Österreich. *
  • sowie folgende Länder: Australien, Bulgarien, Georgien, Irland, Japan, Kanada, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien, Uruguay, Vatikan/Heiliger Stuhl und Zypern. *

Dies bedeutet nicht, dass die genannten Länder gleichzeitig ihre Reiserestriktionen aufheben. Die Vorschriften können jederzeit ändern.

Das BAG hat verfügt, dass Personen, die aus Staaten und Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen, für zehn Tage in die Quarantäne müssen. Beachten Sie die Liste des BAG, die regelmässig angepasst wird.

* Verbindliche Auskünfte über die Reise-Empfehlungen im Zusammenhang mit Covid-19 und die schweizerischen Quarantänebestimmungen erteilt das BAG.
BAG

Beachten Sie den Fokus neues Coronavirus (Covid-19)

Erkundigen Sie sich vor Auslandreisen bei den ausländischen Vertretungen in der Schweiz (Botschaften und Konsulate) über die aktuell gültigen Einreisevorschriften und anderen Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuen Coronavirus.
ausländische Vertretungen in der Schweiz

Staatssekretariat für Migration SEM: Schengen-Staaten

Aktuelles

Neues Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Empfehlungen des Bundesrates und weitere Informationen im
Fokus neues Coronavirus (COVID-19).

Um die Verbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, verfügen immer mehr Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften im Irak, beachten Sie die Informationen der zuständigen irakischen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die irakische Botschaft in Bern.
Government of Iraq
Irakische Botschaft

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen des
Bundesamtes für Gesundheit BAG

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen in den Irak wird abgeraten.
Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen in die teilautonome Region Kurdistan wird abgeraten (Provinzen Dohuk, Erbil, Suleimanieh).
Siehe weiter unten.

Es gibt keine Schweizer Vertretung im Land. Schweizer Bürger, die entgegen der Empfehlung des EDA in den Irak reisen, müssen sich bewusst sein, dass die Schweiz unter Umständen nur begrenzte oder gar keine Möglichkeiten zur Hilfe in Notfällen hat.

Die Lage bleibt unübersichtlich. Die Sicherheit ist nicht gewährleistet; das Risiko von Entführungen (teilweise mit Todesfolge) durch terroristische und kriminelle Gruppierungen ist hoch und besteht für einheimische wie für ausländische Personen. Beispiele:

  • Im Juli 2020 wurde eine deutsche Staatsangehörige in Bagdad entführt.
  • Im Januar 2020 wurden drei französische und ein irakischer Mitarbeiter eines französischen Hilfswerks in Bagdad entführt.
  • Im Dezember 2018 wurden rund 20 Personen in den Provinzen Kirkuk und Salahedin entführt.
  • Im Oktober 2017 wurden drei libanesische Geschäftsleute in der Nähe des Flughafens von Bagdad entführt.
  • Mitte Januar 2017 wurde in Bagdad drei US-amerikanische Staatsangehörige entführt.

Am 3. Januar 2020 wurde der iranische General Qassem Soleimani bei einem amerikanischen Luftangriff in Bagdad getötet, worauf am 8. Januar 2020 die Luftwaffenbasen in Ayn al-Assad und in Erbil mit iranischen Raketen beschossen wurden. Seither haben Raketenangriffe zugenommen, z.B. auf die Sicherheitszone («Grüne Zone») und in der Nähe des internationalen Flughafens in Bagdad und auf Militärbasen. Weitere Ereignisse dieser Art sind möglich.

Praktisch täglich fordern Bombenanschläge und andere terroristische Akte Todesopfer und Verletzte. Attentate richten sich unter anderem gegen die lokalen Behörden, gegen die Sicherheitskräfte, gegen Kundgebungen, religiöse Stätten, Märkte und Restaurants und gegen Medienschaffende. Wiederholt sind Raketen- und Granatangriffe auf die internationale Zone in Bagdad verübt worden. Auch Anschläge gegen ausländische Einrichtungen sind möglich. Beispiele:

  • Im Juni 2019 riss ein Selbstmordattentäter in Bagdad mindestens zehn Menschen in den Tod. Rund dreissig Personen wurden verletzt.
  • Im Mai 2019 detonierten mehrere Sprengsätze im Zentrum von Kirkuk und forderten vier Todesopfer und über ein Dutzend Verletzte.

Beachten Sie auch die Rubrik Terrorismus und Entführungen.
Terrorismus und Entführungen

Die irakische Regierung hat im Dezember 2017 den Kampf gegen die Extremistengruppe «Islamischer Staat» (IS) für beendet erklärt. Jedoch finden in der Region um Mosul und in den Provinzen Anbar, Nineveh, Diyala, Kirkuk und Salahedin weiterhin vereinzelte Kampfhandlungen gegen kleinere IS-Fraktionen statt. Die (ehemaligen) Kampfzonen sind teilweise stark vermint.

Seit Oktober 2019 finden im ganzen Land Demonstrationen gegen die Regierung statt. Gewaltsame Ausschreitungen und Zusammenstösse zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften haben Hunderte Todesopfer und mehr als 5’400 Verletzte gefordert. Die Sicherheitskräfte verwenden scharfe Munition, um Demonstrationen aufzulösen.

Am 31. Dezember 2019 stürmten Demonstranten die amerikanische Botschaft in Bagdad und legten Feuer.


Teilautonome Region Kurdistan (Provinzen Dohuk, Erbil, Suleimanieh)

Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen in die teilautonome Region Kurdistan wird abgeraten.

In den Grenzgebieten zur Türkei und zu Iran werden immer wieder Stellungen der kurdischen Rebellen bombardiert. Ausserdem besteht die Gefahr von Minen, und Blindgängern. Am 8. Januar 2020 wurde eine Luftwaffenbasis in Erbil, die auch von US-Truppen benutzt wird, mit iranischen Raketen beschossen. Weitere Ereignisse dieser Art sind möglich.

Es besteht das Risiko von Attentaten. Im Juli 2019 wurden zwei Personen in einem Restaurant in Erbil erschossen.

Wenn Sie aus dringenden Gründen nach Kurdistan reisen müssen, beachten Sie folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien oder bei einer ortsansässigen Vertrauensperson über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Reisen Sie auf dem Luftweg hin und zurück.
  • Lassen Sie sich von einer ortskundigen Vertrauensperson begleiten und befolgen deren Ratschläge.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.
  • Meiden Sie die Grenzgebiete zu den Provinzen Anbar, Nineveh und Salahedin.
  • Meiden Sie die Grenzgebiete zu Iran, zur Türkei und zu Syrien.

Nützliche Adressen

United Nations Iraq

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Amman, Jordanien
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.