Gültig am:
Publiziert am: 23.03.2021

Das Kapitel Aktuelles ist aktualisiert worden (Parlamentswahlen). Beachten Sie auch den Fokus neues Coronavirus (Covid-19)


Reisehinweise für Armenien

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

NEUES CORONAVIRUS (COVID-19):

Der Bundesrat empfiehlt, weiterhin auf nicht dringliche Auslandreisen zu verzichten.

Beachten Sie den Fokus neues Coronavirus (Covid-19)

SCHWEIZ
Wenn Sie von einer Auslandreise in die Schweiz zurückkehren, müssen Sie die Anordnungen des Bundesamtes für Gesundheit BAG befolgen.
BAG: Test- und Quarantänepflicht für Einreisende in die Schweiz
BAG: Erfassung der Kontaktdaten

AUSLAND
Noch bestehen zahlreiche Einreisebeschränkungen (Einreiseverbot, Quarantäne, Gesundheitsnachweis etc.). Auch innerhalb der einzelnen Staaten gibt es Massnahmen, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, z.B. Einschränkungen der Bewegungsfreiheit.

Erkundigen Sie sich vor Auslandreisen bei den ausländischen Vertretungen in der Schweiz (Botschaften und Konsulate) über die aktuell gültigen Transit – und Einreisevorschriften und anderen Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuen Coronavirus. Befolgen Sie vor Ort die Anweisungen der lokalen Behörden.
ausländische Vertretungen in der Schweiz

INTERNATIONALE VERKEHRSVERBINDUNGEN
Flug- und andere Verkehrsverbindungen sind teilweise eingeschränkt. Auskunft erteilen die Transportunternehmen sowie Reisebüros.

Aktuelles

Parlamentswahlen

Am 20. Juni 2021 finden Parlamentswahlen statt. Vor und während den Wahlen sowie bei Bekanntgabe der Resultate ist im ganzen Land vermehrt mit politisch bedingten Kundgebungen zu rechnen. Gewaltsame Zusammenstösse zwischen Demonstranten verschiedener Lager sowie zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften können dabei nicht ausgeschlossen werden.

Informieren Sie sich vor und während der Reise nach Armenien in den Medien, bei den lokalen Behörden, bei Ihren Bekannten, Geschäftspartnern oder beim Hotelpersonal über die Entwicklung der Situation. Meiden Sie Kundgebungen und Versammlungen jeder Art. Halten Sie sich an die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren).

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Neues Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen im Fokus «neues Coronavirus (COVID-19)» und des Bundesamtes für Gesundheit BAG.
Fokus neues Coronavirus (COVID-19)

BAG: Coronavirus

Um die Verbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, verfügen zahlreiche Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften in Armenien, beachten Sie die Informationen der zuständigen armenischen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die armenische Botschaft in Genf.

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Grundsätzliche Einschätzung

Die komplizierte politische Situation und die für grosse Teile der Bevölkerung schwierige Wirtschaftslage können sporadisch zu sozialen Unruhen führen. Bei Demonstrationen kann es zu Ausschreitungen und Zusammenstössen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften kommen.

Im Zusammenhang mit dem Konflikt um die aserbaidschanischen Region Nagorno-Karabach (mehrheitlich von ethnischen Armeniern bewohnt) kam es vom 27. September bis 9. November 2020 zu schweren bewaffneten Zusammenstössen zwischen Armenien und Aserbaidschan. Eine von Armenien, Aserbaidschan und Russland unterzeichnete Erklärung führte am 10. November 2020 zur Einstellung der Kampfhandlungen. Siehe Kapitel «Spezifische regionale Risiken».

Infolge der Ankündigung der Unterzeichnung der Erklärung ist die Lage in Armenien sehr angespannt. In Eriwan stürmten Demonstranten Regierungs- und Parlamentsgebäude. Es kam zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sowie zu Festnahmen. Weitere Ereignisse dieser Art sind im ganzen Land möglich. 

Die armenische Regierung hat am 27. September 2020 das Kriegsrecht im ganzen Land eingeführt. Das Kriegsrecht berechtigt die Regierung im Prinzip, verschiedene Einschränkungen gegen Grundrechte wie Bewegungsfreiheit zu verfügen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Telefon- und Internetverbindungen zeitweise unterbrochen werden. 

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Armenien nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Informieren Sie sich vor und während der Reise nach Armenien in den Medien, bei den lokalen Behörden, bei Ihren Bekannten, Geschäftspartnern oder beim Hotelpersonal über die Entwicklung der Situation. Meiden Sie Kundgebungen und Versammlungen jeder Art. Halten Sie sich an die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren).

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Nagorno-Karabakh und armenisch-aserbaidschanisches Grenzgebiet:Im Zusammenhang mit dem Konflikt um die aserbaidschanische Region Nagorno-Karabach (mehrheitlich von ethnischen Armeniern bewohnt) kam es zwischen Armenien und Aserbaidschan regelmässig zu Zwischenfällen mit Toten und Verletzten. Vom 27. September bis 9. November 2020 kam es zu schweren bewaffneten Zusammenstössen, hauptsächlich in Nagorno-Karabach und den angrenzenden Bezirken. Eine von Armenien, Aserbaidschan und Russland unterzeichnete Erklärung führte am 10. November 2020 zur Einstellung der Kampfhandlungen. Die vom Konflikt betroffenen Gebiete sind teilweise stark vermint. Die Grenzen zwischen Armenien und Aserbaidschan sind geschlossen.
Die Schweiz hat nur begrenzte oder je nach Situation gar keine Möglichkeiten zur Hilfe in Notfällen.
Es wird abgeraten von Reisen nach Nagorno-Karabakh sowie ins armenisch-aserbaidschanische Grenzgebiet.

Autoreisen Eriwan – Georgien (oder Gegenrichtung): Die Überlandstrasse M16-M4 über Idzhevan verläuft teilweise entlang der Grenze zu Aserbaidschan. Nachdem es in der Vergangenheit zu einzelnen Schusswechseln gekommen war, ist die Strecke durch strassenbauliche Massnahmen besser gegen Beschuss gesichert worden. Dennoch ist auf dem Strassenabschnitt Idzhevan – Noyemberyan – georgische Grenze weiterhin erhöhte Vorsicht geboten. Erkundigen Sie sich vor der Reise bei den lokalen Behörden über die aktuelle Situation an der Grenze zu Aserbaidschan und befolgen Sie deren Hinweise.

Grenzgebiete zur Türkei: Die Grenzübergänge sind geschlossen. Die Grenzgebiete sind teilweise vermint. Halten Sie sich deshalb strikt an die häufig befahrenen Strassen und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder der Bevölkerung.

Kriminalität

Kleinkriminalität kommt vor. In den Zügen, die zwischen Armenien und Georgien verkehren, ist es wiederholt zu Diebstählen und Überfällen gekommen. Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck, teure Kameras etc) auf sich.
  • Seien Sie nachts nicht alleine unterwegs.

Verkehr und Infrastruktur

In abgelegenen Gebieten ist die Treibstoffversorgung nicht immer gewährleistet. Ausserhalb der Hauptstadt sind die Strassen, abgesehen von einigen Hauptverkehrsachsen, in schlechtem Zustand, so dass mit Vorteil Geländefahrzeuge verwendet werden. Das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer erhöht das Unfallrisiko zusätzlich. Nach Einbruch der Dunkelheit ist deshalb besondere Vorsicht geboten.

Es kommt vor, dass die Grenzübergänge kurzfristig vorübergehend geschlossen werden, z.B. um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Informieren Sie sich bei den lokalen Behörden, direkt bei den Grenzposten oder bei der
Botschaft von Armenien in Genf

Besondere rechtliche Bestimmungen

Für Fahrzeuglenker gilt eine Grenze von 0,2 Promille Blutalkoholgehalt. 

Es ist untersagt, uniformierte Personen und militärische Einrichtungen zu fotografieren.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringen Mengen und bei jeder Art von Drogen mit mehrjährigen Gefängnisstrafen und hohen Bussen geahndet. 

Die Haftbedingungen sind prekär: überbelegte Gefängnisse, mangelhafte hygienische Einrichtungen und medizinische Versorgung, Tuberkulose-Ansteckungsgefahr.

Naturbedingte Risiken

Armenien liegt in einer Erdbebenzone. Sollte sich während Ihres Aufenthalts ein grösseres Erdbeben ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Grund- und Notfallversorgung ist nur in der Hauptstadt gewährleistet. Krankenhäuser verlangen eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (Kreditkarte oder Vorschusszahlung). Bei ernsthaften Verletzungen und Erkrankungen empfiehlt sich die Rückkehr in die Schweiz.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Besondere Hinweise

Sie sind verpflichtet, sich jederzeit mit dem Reisepass ausweisen zu können (oder mit einer Fotokopie davon, die auch den Einreisestempel einschliesst).

Wehrpflichtige schweizerisch-armenische Doppelbürger sollten sich vor Reisen in Armenien bei der zuständigen armenischen Vertretung in der Schweiz über ihre Rechte und Pflichten gemäss armenischen Gesetzen erkundigen; sie könnten auch in Arrmenien militärdienstpflichtig sein.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie in Armenien in eine Notlage geraten, können Sie sich an die Schweizer Botschaft in Tiflis (Georgien) oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Tiflis, Georgien
Schweizer Botschaft in Eriwan
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.