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Transparente Finanzberichterstattung in fünf neuen EU-Mitgliedstaaten
Mehr Investitionen und Stabilität

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Die Anwendung internationaler Normen im Bereich Rechnungslegung und Buchprüfung verbessert das Investitionsklima und hilft, Finanzkrisen vorzubeugen. Die Schweiz unterstützt deshalb Estland, Lettland, Polen, Slowenien und Tschechien in ihren Bemühungen, EU-Recht im Bereich Finanzberichterstattung und -revision umzusetzen.

Im Zuge der Globalisierung und einer Reihe grosser Bilanzskandale verständigte man sich innerhalb der EU auf einheitliche Vorgaben in den Bereichen Rechnungslegung und Abschlussprüfungen. Mit erhöhter Qualität, Transparenz und Vergleichbarkeit der Finanzberichterstattung will die EU bessere Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Privatwirtschaft schaffen. Die Schweiz unterstützt Estland, Lettland, Polen, Slowenien und Tschechien mit gesamthaft knapp 17 Millionen Franken bei der Umsetzung dieser EU-Vorschriften.

Regulierung_Finanzsektor_2.jpgAustausch zur Lösung gemeinsamer Herausforderungen
Ein Schwerpunkt des Programms liegt im Aufbau von Fachkenntnissen. Beispielsweise werden für Behörden und Verbände Kurse im Bereich International Standards on Auditing (ISA) und International Financial Reporting Standards (IFRS) angeboten. In Estland und Lettland werden diese internationalen Normen ausserdem in die Landessprache übersetzt.

Die fünf unterstützten Partnerstaaten haben zwar alle eine unterschiedliche Ausgangslage, stehen in Bezug auf die Erfüllung von EU-Recht im Bereich der Finanzberichterstattung aber ähnlichen Herausforderungen gegenüber. Daher werden in regionalen Seminaren der Wissens- und der Erfahrungsaustausch gefördert und so Programmkosten gespart.

Unternehmens- und Finanzdelikten vorbeugen
Das Programm trägt insbesondere auch dazu bei, einen wettbewerbsorientierten Markt für das Prüfungsgewerbe und eine hohe Qualität der Prüfungsleistungen zu gewährleisten. Konkret soll in allen Ländern die öffentliche Aufsicht über Abschlussprüfer verstärkt und ein Qualitätssicherungssystem aufgebaut werden. Unabhängige und qualitativ hochstehende Abschlussprüfungen unterbinden die Fälschung von Geschäftsbüchern. Dadurch helfen sie, Bilanzdelikte und die damit einhergehende wirtschaftliche Instabilität zu verhindern.

Regulierung_Finanzsektor.jpgWeiter werden in Lettland, Polen und Tschechien Studien und Seminare für die Steuerbehörden durchgeführt. Dabei geht es um die Frage, wie die verbesserte Qualität und Transparenz in der Rechnungslegung zur Verhinderung von Steuerhinterziehung genutzt werden kann. 

Investoren anziehen
Eine transparente, qualitativ hochstehende und verlässliche Rechnungslegung ist auch eine Voraussetzung für Investitionen. Die Verwendung internationaler Rechnungslegungsvorschriften macht die Unternehmen untereinander vergleichbar. Sie erleichtern dadurch internationalen Anlegern die Entscheidung, ob sie in ein bestimmtes Unternehmen investieren wollen. Genauso wichtig sind glaubwürdige Abschlussprüfer, damit die Investoren den Angaben in den Unternehmensabschlüssen vertrauen können.

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Das Projekt in Kürze


Thema
Regulierung des Finanzsektors


Land
Estland, Lettland, Polen, Slowenien, Tschechien


Partner
Eidgenössische Finanz-marktaufsicht FINMA
Eidgenössische Revisions-aufsichtsbehörde RAB


Ausgangslage / Hinter-grundinformation
Die 2004 der EU beigetretenen Staaten haben sich verpflichtet, die EU-Vorschriften im Bereich Finanzberichterstattung zu übernehmen. Um diese Vorschriften umsetzen zu können, fehlt es aber teilweise noch an Fachwissen und an den institutionellen Voraussetzungen. 


Zweck
Durch den Ausbau des öffentlichen Erfüllung der EU-Vorschriften im Bereich der Finanzberichterstattung und -revision; mehr Investitionen dank verlässlicher und international vergleichbarer Rechnungslegung und glaubwürdiger Abschlussprüfung; Förderung der Stabilität im Finanzsektor; verbessertes System zur Erhebung der Unternehmenssteuern


Aktivitäten
Technische Unterstützung und Ausbildung im Bereich der Finanzberichterstattung und -revision


Zielgruppen
Täglich profitieren 7‘500 Fahrgäste von Finanz- und Unternehmenssektor (Behörden und Verbände)


Kosten
Gesamtprojektbudget (entspricht der Höhe des Schweizer Beitrags):
16,83 Mio. CHF
Höhe des Beitrags pro Land:
Estland: 1,8 Mio. CHF
Lettland: 1,53 Mio. CHF
Polen: 10 Mio. CHF
Slowenien: 1,5 Mio. CHF
Tschechien: 2,0 Mio. CHF


Verantwortung für die Projektumsetzung
Lettland, Polen, Slowenien, Tschechien: Weltbank (Centre for Financial Reporting Reform)
Estland: Finanzministerium


Dauer
Estland: 2009 - 2014
Lettland: 2009 - 2014
Polen: 2009 - 2015
Slowenien: 2008 - 2012
Tschechien: 2010 - 2014