NGO-Fonds in elf EU-Mitgliedstaaten
Stärkung der Zivilgesellschaft
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Durch den Schweizer Erweiterungsbeitrag wird in allen Partnerländern ausser Malta ein Unterstützungsfonds für Nichtregierungsorganisationen (NGO-Fonds) finanziert. Diese Fonds sollen die Mitwirkung der Zivilgesellschaft an der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes fördern und stärken. Der Gesamtbeitrag aller NGO-Fonds beträgt rund 61 Millionen Franken.
Seit Anfang der 1990er-Jahre hat sich die Zivilgesellschaft in den neuen EU-Mitgliedstaaten zwar erheblich weiterentwickelt, im Vergleich zu den alten Mitgliedstaaten ist sie aber nach wie vor bescheiden. Es entstanden zunächst verschiedene Strukturen, welche die Befriedigung der von den neuen demokratischen Regierungen teilweise vernachlässigten Grundbedürfnisse gewährleisten sollten.
Ein starker NGO-Sektor ist wichtig für die Zivilgesellschaft
Die Fonds für Nichtregierungsorganisationen in allen neuen EU-Mitgliedstaaten ausser Malta ermöglichen die wichtige Förderung der Zivilgesellschaft in diesen Ländern. Dadurch werden der NGO-Sektor und die Zivilgesellschaft in den betroffenen Ländern gestärkt. Oft profitieren besonders die ärmeren und sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten von einem ausgebauten Dienstleistungsangebot von NGOs.
In den meisten Ländern befindet sich der NGO-Fonds Mitte 2012 in der Umsetzungsphase, erste Projekte konnten bereits ausgewählt und mit deren Realisierung durch die involvierten Organisationen begonnen werden. Einige Länder, wie etwa die baltischen Staaten, haben bereits sämtliche finanziellen Mittel auf Projekte verpflichten können.
NGOs – unentbehrliche Akteure
Durch die NGO-Fonds werden insbesondere Projekte in den Bereichen Soziales und Umwelt unterstützt. Mehr als die Hälfte der bewilligten Projekte werden auf diese beiden Themen fallen. Jedoch finanziert die Schweiz auch weitere Projektthemen, wie der vermehrte Einbezug der Zivilbevölkerung am politischen Entscheidungsprozess und die Zusammenarbeit von NGOs und Gemeinden.
Schweizer Organisationen verfügen über wertvolle Erfahrungen
Durch den Einbezug von Schweizer Partnern in Projekten können die NGOs auch von Schweizer Fachwissen profitieren. Insgesamt werden gegen zwanzig Prozent der Projekte mit Schweizer Beteiligung umgesetzt. Das Schweizer Fachwissen und die Erfahrungen für die in einem neuen Umfeld agierenden und daher oft unerfahrenen NGOs in den Partnerländern sind von grossem Wert und können vielseitig eingesetzt werden. So unterstützten Schweizer NGOs ihre Partner unter anderem bezüglich einer Zusammenarbeit mit der Regierung, der Förderung von jungen freiwilligen Helfern oder sogar bei der Buchführung. Durch das Schweizer Know-how können die Organisationen in den Partnerländern direkt effiziente und effektive Projekte um- und ihre finanziellen und menschlichen Ressourcen bestmöglich einsetzen.
Gezielte Unterstützung der Zivilgesellschaft – auch für die Schweiz von Interesse
Dank Partnerschaften mit Organisationen in den Partnerländern können schweizerische Organisationen ihre Netzwerke und ihr Fachwissen weiterentwickeln. Diese Partnerschaften werden durch die Mechanismen der NGO-Fonds unterstützt. Zudem profitiert die Schweiz von der Tätigkeit von NGOs, weil viele der Themen wie etwa wirtschaftlicher Austausch, Migration und Umweltschutz miteinander zusammenhängen und von internationaler und teilweise sogar globaler Relevanz sind.
Projekte werden bei der nationalen Institution eingereicht, die mit der Verwaltung der Fonds beauftragt worden ist. Insgesamt werden mehrere tausend Projektvorschläge eingehen. Ein breit abgestütztes Auswahlkomitee im Land entscheidet über die Finanzierung der Projekte.
Durch die im Rahmen des Schweizer Erweiterungsbeitrags eingerichteten NGO-Fonds
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Das Projekt in Kürze Thema Unterstützung der Zivilgesellschaft Länder Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern Partner Schweizer NGOs (vor allem Verbände, Vereine und Stiftungen) Ausgangslage / Hintergrundinformation Nichtregierungsorganisationen spielen für die Zivilgesellschaft eine wichtige Rolle. Sie erbringen Aufgaben und Leistungen für die Bevölkerung, die vom Staat oder der Privatwirtschaft nicht oder nur ungenügend übernommen werden. In den neuen EU-Mitgliedstaaten hat sich der NGO-Sektor seit dem Zerfall der Sowjetunion zwar kontinuierlich weiterentwickelt. Im Vergleich zu den alten Mitgliedstaaten ist der NGO - Sektor in den neuen EU-Ländern aber nach wie vor bescheiden ausgebaut. Zweck Stärkung der Zivilgesellschaft Kofinanzierung von rund 700 Projekten Partnerschaft mit Schweizer NGO in etwa jedem fünften Projekt Aktivitäten Partnerschaftlicher Austausch von Fachwissen auf dem Projektgebiet Lernbesuche beim Projektpartner Gegenseitige Evaluationen und Verfassen von Erfahrungsberichten Aufbau langfristiger internationaler Beziehungen auf dem Fachgebiet Zielgruppen Direkt: NGOs in den entsprechenden Ländern Indirekt: Zivilgesellschaft Kosten Höhe des Schweizer Beitrags: 61,2 Mio. CHF Fondshöhe nach Ländern: Bulgarien: 3 Mio. CHF Estland: 2,5 Mio. CHF Lettland: 3,5 Mio. CHF Litauen: 5,6 Mio. CHF Polen: 24,7 Mio. CHF Rumänien: 5 Mio. CHF Slowakei: 3 Mio. CHF Slowenien: 2,1 Mio. CHF Tschechien: 6,6 Mio. CHF Ungarn: 5 Mio. CHF Zypern: 0,2 Mio. CHF Verantwortung für die Projektumsetzung Nichtregierungsorganisationen aus den neuen EU-Mitgliedstaaten, teilweise in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Partner Dauer 2009 – 2015 Je nach Land unterschiedliche Laufzeiten |

Die Zivilgesellschaft fördert durch die Formulierung von
Konzepten und durch ihre Aktivitäten (in Bereichen wie verletzliche Gruppen, Minderheiten, Umwelt und Kultur) die Demokratisierung. Zudem trägt sie dazu bei, dass die staatlichen Behörden effizienter
arbeiten, indem sie dafür sorgt, dass die Anliegen der Bevölkerung besser berücksichtigt werden. Dies gilt sowohl für konkrete Aktionen auf lokaler Ebene wie auch für die Anwaltschaft auf regionaler
und nationaler Ebene. NGOs decken somit oft vielseitige Aufgabenbereiche im alltäglichen Leben ab.