Moderne Rettungsdienste für Estland
Technologische Optimierung der Einsatzzentralen und Rettungsdienste
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Im dünn besiedelten Estland mit seinen zahlreichen Wäldern ist bei Notfällen ein schneller Einsatz von Rettungskräften entscheidend, um Leben retten zu können. Mit der Finanzierung zweier aufeinander abgestimmter Projekte in der Höhe von 3,3 Millionen Franken trägt die Schweiz zur technologischen Optimierung der Einsatzzentralen und Rettungsdienste in Estland bei.
Trotz erheblicher Anstrengungen von Seiten der estnischen Regierung zur Verminderung tödlicher Unfälle treten diese in Bezug zur Bevölkerungszahl fast dreimal so häufig auf wie im EU-Durchschnitt und in der Schweiz. Gründe dafür sind unter anderem Schwierigkeiten bei der Ortung von Unfällen und Rettungsfahrzeugen in dünn besiedelten und unwegsamen Gebieten, die mangelnde Abstimmung zwischen Einsatzkräften und Spitälern sowie die Verwendung von verschiedenen, nicht kompatiblen Funksystemen und von veraltetem Kartenmaterial.
Neue Technik für den Einsatz und an der Zentrale
Um diese Missstände zu beheben lancierte Estland Mitte des vergangenen Jahrzehnts eine nationale Strategie, welche die Einbindung und Vernetzung sämtlicher Rettungsdienste wie Ambulanzen, Feuerwehr, Polizei und Grenzschutz, die Einführung eines einheitlichen nationalen Funknetzes sowie die aufeinander abgestimmte Anwendung neuester Internet-Technologien umfasste.
Diese koordinierten Maßnahmen ermöglichen den Mitarbeitenden der nationalen Notrufzentrale in Tallinn sowie in den vier über das
Land verteilten Filialen, eingehende Anrufe sowie in der Nähe befindliche Einsatzkräfte zielgenau zu orten, schnelle und präzise Einsatzbefehle per Funk durchzugeben und diese anschließend auch
elektronisch festzuhalten. Dabei können beispielsweise die Rettungskräfte der Feuerwehr jederzeit nachsehen, wann die Ambulanz oder
Gewonnene Zeit kann entscheidend sein
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Das Projekt in Kürze Thema Gesundheit / Bewältigung von Naturkatastrophen Land Estland Ausgangslage / Hintergrundinformation Trotz erheblicher Anstrengungen von Seiten der estnischen Regierung zur Verminderung tödlicher Unfälle treten diese in Bezug zur Bevölkerungszahl fast dreimal so häufig auf wie im EU-Durchschnitt und in der Schweiz. Gründe dafür sind unter anderem Schwierigkeiten bei der Ortung von Unfällen und Rettungsfahrzeugen in dünn besiedelten und unwegsamen Gebieten, die mangelnde Abstimmung zwischen Einsatzkräften und Spitälern sowie die Verwendung von verschiedenen, nicht kompatiblen Funksystemen und von veraltetem Kartenmaterial. Zweck Projektziel ist es, die Zeitspanne zwischen der Entgegennahme eines Notrufs und dem Erscheinen von Rettungsdiensten vor Ort erheblich zu verkürzen und spürbar die Qualität der estnischen Rettungs- und Betreuungsdienste zu verbessern Aktivitäten Ausstattung von 120 Ambulanzfahrzeugen und 55 ärztlichen Betreuungszentren mit Funkanlagen und mobiler Software; Ausstattung der nationalen Notrufzentrale mit Hard- und Software, Entwicklung einer sich laufend aktualisierenden, interaktiven elektronischen Karte und Durchführung von Schulungen. Zielgruppen Estnische Bevölkerung und ausländische Gäste Kosten Gesamtprojektbudget für beide Teilprojekte: CHF 3,88 Mio. Höhe des Schweizer Beitrags: CHF 3,29 Mio. Verantwortung für die Projektumsetzung Estnisches Gesundheitsamt und Nationale Notrufzentrale Estlands Dauer 2010 - 2013 Kontakt Nationale Koordinationsstelle Estlands Estnisches Finanzministerium Bereich für EU-Strukturhilfe und Fremdfinanzierung Suur-Ameerika 1 15006 Tallinn Estland Tel.: +372 611 3175 Fax: +372 696 6810 E-Mail: ylle.lobjakas@fin.ee Netz: www.fin.ee/shveits Schweizerische Umsetzungsstellen: E-mail: swiss-contribution@deza.admin.ch |
Weiterführende Informationen und Dokumente
Interne Links
Externe Links
- Estnische Notrufzentrale
http://www.112.ee - Estnisches Gesundheitsamt
http://www.terviseamet.ee - Estnisches Innenministerium
http://www.siseministeerium.ee - Estnisches Sozialministerium
http://www.sm.ee - Länderseite Estland
http://www.swiss-contribution.admin.ch/estonia
Artikel und Pressemitteilungen
- Kinderheime und ein moderner Rettungsdienst für Estland
- Unterstützung der Notfalldienste in Estland - zwei Projektabkommen unterschrieben
Die Schweiz finanziert seit 2010 zwei Teilbereiche dieses groß angelegten
Projektes. Zum einen werden 120 Ambulanzfahrzeuge und 55 ärztliche Betreuungszentren mit modernen Funkanlagen und mobiler Software ausgestattet, welche dem nationalen Standard entsprechen. Zum andern
werden die Hard- und Software der nationalen Notrufzentrale komplett erneuert, eine interaktive, laufend aktualisierte elektronische Karte entwickelt und Schulungen zur Anwendung der neuen
Apparaturen durchgeführt. Die Einbindung von Polizei, Feuerwehr und weiteren Einsatzdiensten erfolgt parallel in Form von weiteren Teilprojekten, welche durch den estnischen Staatshaushalt finanziert
werden.
Ein solches Vorgehen verkürzt die Zeitspanne zwischen der
Entgegennahme eines Notrufs und dem Erscheinen von Rettungsdiensten vor Ort erheblich und verbessert spürbar die Qualität der estnischen Rettungs- und Betreuungsdienste. Die beiden Teilprojekte
fördern damit Maßnahmen im Rahmen der so genannten eGesundheit, welche auch in der Schweiz zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die anhand des schweizerischen Beitrags finanzierte Modernisierung des
Notruf- und Ambulanzsystems ermöglicht in Zukunft somit einen koordinierten und somit ungleich effizienteren Einsatz der Rettungskräfte als bisher. Diese von der Schweiz finanzierte Modernisierung
wird im Jahr 2013, die Digitalisierung des gesamten estnischen Notfallsystems ein Jahr später abgeschlossen sein.
Die estnische Notrufzentrale und der Gesundheitsdienst haben sich im Rahmen des
Projekts zum Ziel gesetzt, die Reaktionszeit zwischen dem Eingang eines Notrufs auf der Nummer 112 bis zum Eintreffen eines Rettungsteams vor Ort zu reduzieren, insbesondere in ländlichen Gebieten.
Landesweit soll ein qualitativ hochstehender und evidenzbasierter Ambulanzdienst sichergestellt werden.