Hochwasserschutz in Ungarn
Prävention und Bewältigung von Überschwemmungen entlang der Theiss
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Die Schweiz finanziert in Ungarn zwei Projekte, die dazu beitragen sollen, dass der Fluss Theiss (ungarisch «Tisza») nicht mehr so häufig über die Ufer tritt oder dies zumindest weniger schwere Folgen hat. Beim ersten Projekt werden Daten zusammengetragen, die dazu dienen, Notfallpläne für Überschwemmungen zu erstellen und zu aktualisieren. Beim zweiten Projekt soll ein Informations- und Kommunikationssystem entstehen, das die negativen Folgen der Überschwemmungen eindämmt.
Die beiden Projekte betreffen den oberen Teil der Theiss, die aus der Ukraine nach Ungarn fliesst und nach der Donau der zweitgrösste Fluss des Landes ist. Als Folge des Klimawandels und menschlicher Eingriffe wie Waldrodungen haben sich die Bedingungen entlang des Flusses in den vergangenen Jahren stark verschlechtert, insbesondere mit häufigeren Überschwemmungen und immer grösseren Schäden. Angesichts dieser alarmierenden Entwicklung wird in Ungarn versucht, dieser Situation etwas entgegenzusetzen. Die Schweiz unterstützt dieses Engagement mit den beiden Projekten.
Projekt 1: Aktualisierung der Pläne zum Schutz vor Überschwemmungen im oberen Teil der Theiss
Projekt 2: Informationssystem zu den Überschwemmungen im oberen Teil der Theiss
Das zweite Projekt ergänzt das Erste, deckt aber einen anderen Teil im oberen Bereich der Theiss ab: Es gilt, ein zuverlässiges Prognosemodell für Hochwasser zu entwickeln, das dazu dient, geeignete Massnahmen zur Eindämmung der negativen Folgen von Überschwemmungen zu treffen. Weiter ist geplant, ein Netzwerk für hydrologische Messungen (Wasserstand, Temperatur, Niederschläge usw.) zu vervollständigen und ein modernes digitales Funk-Kommunikationssystem zur Verfügung zu stellen, mit dem im Krisenfall die Entscheidungsträger rasch und detailliert über die Situation vor Ort informiert werden können.
Ein Schweizer Experte der ETH Zürich ist sowohl an der Planung wie auch an der Umsetzung des Projektes beteiligt, insbesondere bei der Erarbeitung eines komplexen Prognose-Modells.
Weitere Projekte im Bereich Hochwasserschutz in Ungarn
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Das Projekt in Kürze Thema Bewältigung von Naturkatastrophen Land Ungarn Partner Schweizer Experten während der Projektvorbereitung und -umsetzung involviert Ausgangslage / Hintergrundinformation Durch Ungarn fliessen mehrere Flüsse, die ihren Ursprung ausserhalb des Landes haben, unter anderem die Theiss. Ungarn ist das europäische Land, das am häufigsten von Überschwemmungen heimgesucht wird. Die Schadensprävention ist deshalb für Ungarn von nationaler Bedeutung. Das Land will Massnahmen treffen, die dafür sorgen, dass bei solchen Katastrophen weniger Schäden entstehen. Zweck Mit diesen beiden Projekten sollen Schäden im Zusammenhang mit wiederholten Überschwemmungen entlang der Theiss soweit möglich verhindert werden. Aktivitäten Sammeln von Daten zur Topografie und Biomasse der Region; Entwicklung von Prognosemodellen; Ausarbeitung von Hilfsplänen für den Fall einer Naturkatastrophe Entwicklung eines zuverlässigen Hochwasser-Prognosemodells Einrichtung eines digitalen Funk-Kommunikationssystems Zielgruppen Bevölkerung in der Projektregion entlang der Theiss, d.h. rund 330000 Personen. Entscheidungsträger und technisches Personal der Institutionen, die für die Wasserbewirtschaftung in der Region zuständig sind. Kosten Gesamtprojektkosten beider Projekte: 807‘000 CHF Schweizer Beitrag an beide Projekte: 686‘000 CHF Verantwortung für die Projektumsetzung Upper Tisza Regional Environmental and Water Directorate Dauer 2011 - 2012 |

Hochwasserschutz ist sehr komplex. Ein rascher Informationsfluss sowie prompte
und richtige Entscheidungen sind wesentlich, um Schäden in Grenzen zu halten. Für mich ist dieses Projekt wichtig, denn es verschafft uns dem Stand der Technik entsprechende Hochwasserschutzpläne,
mit Nutzung von modernster Remote-Sensing- und GIS-Technologie. Diese Pläne können einen erheblichen Beitrag zu einer erfolgreichen Verhütung von Hochwasserschäden am Fluss Tisza leisten.