Biodiversitätsprojekte in der Slowakei
Massnahmen zum Schutz bedrohter Ökosysteme
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Die Schweiz finanziert in der Slowakei zwei Biodiversitätsprojekte zum Schutz bedrohter Ökosysteme. Ein Projekt unterstützt die Überwachung und Erforschung von Wäldern, ein weiteres Projekt zielt auf die Erhaltung und den Schutz von Naturgebieten und Habitaten in den slowakischen Karpaten. Der Schweizer Beitrag an diese beiden Projekte beläuft sich dabei auf insgesamt rund 4,2 Millionen Schweizer Franken.
Durch den Klimawandel und andere Umweltbelastungen sind eine Vielzahl von Ökosystemen wie Wälder, Naturhabitate und Schutzgebiete in ihrer Existenz bedroht. Solche Ökosysteme erfüllen jedoch vielfältige, wichtige Zwecke und fungieren als Lebensgrundlage für unzählige Lebensformen. In vielen ländlichen Gegenden der Slowakei sind grosse Teile der Bevölkerung direkt oder indirekt in der Holzindustrie oder im Tourismus tätig. Wälder und Naturgebiete sind somit gleichbedeutend mit Arbeitsplätzen. Im Rahmen des schweizerischen Beitrags zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten Europäischen Union werden zwei Projekte zum Schutz dieser Gebiete in der Slowakei unterstützt.
Projekt 1: Überwachung und Erforschung des Ökosystems Wald
Moderne und effiziente digitale Luftfotographie zum Schutz des Waldes
Das Projekt finanziert drei zusammenhängende konkrete Aktivitäten, welche die Überwachung und Erforschung des Waldes in der Slowakei erheblich verbessern werden:
Projekt 2: Nachhaltige Verbesserung von Schutzgebieten und Naturhabitaten in der Karpatenregion
Ziel des zweiten Projekts, „Development of nature conservation and of protected areas in the Slovak Carpathians“, ist die Verbesserung des Schutzes und der nachhaltigen Nutzung von Naturgebieten und Habitaten in den slowakischen Karpaten. Durch dieses Projekt werden Richtlinien für die zukünftige Entwicklung dieser Gebiete ausgearbeitet, zudem wird der Wissenstransfer gefördert. Davon profitiert die einheimische Bevölkerung gleich doppelt: nebst verbesserten Umweltbedingungen wird durch das Projekt die touristische Infrastruktur gefördert. Damit werden die slowakischen Karpaten als Tourismusregion attraktiver und die lokale Bevölkerung erhält zusätzliche Einkommensmöglichkeiten.
Komplementäre Massnahmen zur Naturerhaltung – auch zum Wohle der Bevölkerung
Konkret umfasst das Projekt einige sich gegenseitig ergänzende Aktivitäten. Einerseits präzisiert das Projekt die bestehende
Kategorisierung und Klassifizierung geschützter Gebiete in der Karpatenregion. Diese Aktivität ist eine wichtige Voraussetzung für die Ausarbeitung wirksamer Schutzrichtlinien, die in einem weiteren
Schritt als Teil des Projekts ausgearbeitet werden. In einem abschliessenden Schritt werden Lernpfade erneuert, Filme und weiteres Promotionsmaterial über die Gebiete erstellt und an nationale
Informat Einige der Naturgebiete wurden aufgrund ihres schlechten Zustandes von der Liste der schützenswerten Ökosysteme gestrichen. Im Projekt werden deshalb Pläne zur Restauration dieser Gebiete ausgearbeitet, damit diese wieder in den Kreis von schützenswerten Naturhabitaten aufgenommen werden. Am Projekt sind sowohl lokale wie auch schweizerische Akteure beteiligt. Der Schweizer Beitrag an dieses Projekt beträgt ebenfalls knapp 2,1 Millionen Schweizer Franken.
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Das Projekt in Kürze Thema Biodiversität Biologische Vielfalt und Naturschutz Land Slowakei Partner Projekt 1: Eidgenössische Forschungsan-stalt für Wald, Schnee und Landwirtschaft (WSL) Projekt 2: Interdisziplinäres Forschungszentrum für Entwicklung und Umwelt der Universität Bern Ausgangslage / Hintergrundinformation Ökosysteme erfüllen vielfältige wichtige Zwecke, sowohl im materiellen wie auch im immateriellen Bereich. Viele Ökosysteme in der Slowakei sind jedoch in ihrer Existenz bedroht. In vielen ländlichen Gegenden der Slowakei sind grosse Teile der Bevölkerung in der Holzindustrie oder im Tourismus tätig. Wälder und Naturgebiete sind somit gleichbedeutend mit wichtigen Arbeitsplätzen. Zweck Die beiden Projekte tragen zur Erhaltung einer Vielzahl slowakischer Ökosysteme bei und sorgen damit für einen langfristigen Schutz dieser bedrohten Naturgebiete. Davon profitiert die Bevölkerung sowohl direkt in Form von Arbeitsplätzen als auch indirekt durch die verbesserten Umweltbedingungen. Aktivitäten Projekt 1: Überarbeitung und Ausbau des Gesamtbestandes der bestehenden Landkarten slowakischer Wälder, die Finanzierung zweier komplementärer Überwachungssysteme sowie deren praktische Anwendung zu Trainingszwecken und zum Transfer von Fachwissen in Zusammenarbeit mit der Schweizer Partnerin. Projekt 2: Überarbeitung der Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten sowie weitere Massnahmen zur Kategorisierung und Klassifizierung geschützter Gebiete, die Restauration von Ökosystemen in schlechtem Zustand sowie die Erneuerung von Lernpfaden und die Erstellung von Informationsmaterial über die Gebiete. Zielgruppen Waldbesitzer und -benutzer, Forstwirtschaft, Forstwissenschaftler, Zentralstaatliche und lokale Behörden, Gemeinden, Naturschutzbehörden, Wald- und Wasserwirtschaftsorganisationen, Landbesitzer, Nichtregierungs-organisationen Kosten Gesamtbudget beider Projekte: 5,34 Mio. CHF Schweizer Beitrag beider Projekte: 4,2 Mio. CHF Verantwortung für die Projektumsetzung Projekt 1: Nationales Waldzentrum der Slowakei (NFC) Projekt 2: Staatlicher Naturschutz der Slowakei Dauer Beide Projekte: 2011 - 2015 |
Weiterführende Informationen und Dokumente
Dokumente- Jahresbericht 2011 SECO/DEZA zum Schweizer Erweiterungsbeitrag (Print Version)
Download (PDF, 6829 KB) : [de] [en] [fr] [it]
Interne Links
Externe Links
- Homepage Nationales Waldzentrum der Slowakei (NFC)
http://www.nlcsk.sk/nlc_en/institutes_and_specialised_units_in_brief.aspx - Länderseite Slowakei
http://www.swiss-contribution.admin.ch/slovakia


Mithilfe modernster ferngesteuerter Sensortechnologie können wir sehr viel
besser auf die vielfältigen Herausforderungen in der heutigen Forstwirtschaft und ihren Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung der Politik der slowakischen Regierung eingehen. Dank dieser
Spitzentechnologie können wir nun die Folgen des Klimawandels für die Gesundheit und Vitalität der Waldökosysteme viel besser abschätzen. Bessere Planungsverfahren bringen überdies direkte Vorteile
für Waldeigentümer, lokale Gemeinwesen und die Volkswirtschaft als Ganzes mit sich. Nicht zuletzt wird ein verbesserter öffentlicher Zugang zu einem erweiterten Pool forstwirtschaftlicher Daten die
Voraussetzungen für eine bessere Verwaltung und Nutzung der Wälder schaffen, von der alle Bürger der Slowakei profitieren werden.