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Bau einer Trolleybuslinie in Ostrava
Luftverschmutzung reduzieren

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In Ostrava unterstützt die Schweiz den Bau einer drei Kilometer langen Trol-leybuslinie und den behindertengerechten Umbau von fünf Bushaltestellen. Dadurch werden die Verbindungen ins Stadtzentrum verbessert, die hohe Luftbelastung wird reduziert.

Ostrava ist die drittgrösste Stadt in der Tschechischen Republik und Verwaltungszentrum der Region Mährisch-Schlesien. Mährisch-Schlesien ist eine der weniger entwickelten Regionen im Osten des Landes und Schwerpunktregion des Schweizer Erweiterungsbeitrags. Die Feinstaubbelastung ist hier besonders hoch. Ostrava gilt als Zentrum der Schwerindustrie und zählt zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung der EU. So herrscht besonders im Winter Smog-Alarm. Auch der Stadtverkehr trägt zur hohen Luftverschmutzung bei.

Trolleybus_depot.jpg7‘500 Fahrgäste profitieren von einer neuen Trolleybuslinie
Um die Feinstaubbelastung zu reduzieren, wird in Ostrava mit dem Schweizer Erweiterungsbeitrag eine drei Kilometer lange Trolleybuslinie gebaut. Diese verbindet das Stadtzentrum mit dem Terminal in Hranecnik, einem wichtigen Knotenpunkt für Tram, Trolley- und Vorstadtbusse. Dank den baulichen Massnahmen können die heute genutzten Dieselbusse durch umweltfreundlichere Trolleybusse ersetzt werden. Ausserdem werden mehr Fahrgäste den öffentlichen Verkehr nutzen.

Fünf Bushaltestellen werden ausserdem behindertengerecht umgebaut. Insbesondere während der Stosszeiten werden viele Niederflur-Trolleybusse eingesetzt, damit Gehbehinderte beim Einsteigen keine Stufen überwinden müssen.

Rund 7‘500 Fahrgäste werden täglich auf der neuen Trolleybuslinie unterwegs sein und die verbesserten Verbindungen nutzen. Die rund 300‘000 Einwohner von Ostrava werden ihrerseits von besserer Luft und weniger Lärm profitieren, da weniger Dieselbusse fahren und mehr Pendler vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umsteigen.

Weitere Projekte im öffentlichen Verkehr
Gesamthaft unterstützt die Schweiz sechs Projekte zur Förderung des öffentlichen Verkehrs in der Tschechischen Republik mit rund 30 Millionen Franken. Rund zwölf Millionen Fahrgäste pro Jahr profitieren von drei neuen Transportterminalen, einer Tram- und einer Trolleybuslinie sowie von zusätzlichen Verkehrsnetzverbindungen. Vier der sechs Projekte befinden sich in den strukturschwachen Regionen im Osten der Tschechischen Republik.

 

CZ___ffentlicher_Verkehr_Marta.jpgOstrava ist eine Industriestadt im Norden von Mähren und die drittgrösste Stadt der Tschechische Republik. Es ist eine moderne, sich entwickelnde Gemeinde, aber leider ist die Gegend auch bekannt für ihre starke Luftverschmutzung, eine der höchsten der Tschechischen Republik. Das unterstützte Projekt wird das Stadtzentrum von Ostrava mit dem bestehenden Trolleybus-Netzwerk verbinden, welches den Nordosten der Stadt und das Terminal abdeckt. Dadurch können Bus- und Individualverkehr im Stadtzentrum und dessen Umgebung reduziert wer-den. Ich selbst gehe oft – wie viele andere Bürger von Ostrava – mit dem Trolley-bus zur Arbeit und begrüsse dieses Projekt, welches die Verbindungen und den Reisekomfort verbessert und gleichzeitig die Umwelt schützt. Ich denke, das Pro-jekt wird von all unseren Bürgern sehr geschätzt.

Ing. Marta Skupeňová, Chefin Umsetzung, Professionelle Dienststelle, Abteilung für Investition, Entwicklung und anderes Eigentum, Transportunternehmen Ostrava (AG)

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Das Projekt in Kürze


Thema
Öffentlicher Verkehr
Land
Tschechische Republik
Ausgangslage / Hinter-grundinformation
Ostrava gilt als Zentrum der Schwerindustrie und zählt zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung der EU. Die Feinstaubbelastung ist besonders hoch. Der Stadtverkehr trägt zur hohen Luftverschmutzung bei.
Zweck
Durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs verbessern sich die Luftqualität und die Lebensbedingungen in Ostrava.
Aktivitäten
Eine rund drei Kilometer lange Trolleybuslinie wird gebaut. Fünf Bushaltestellen werden behindertenfreundlich umgebaut.
Zielgruppen
Täglich profitieren 7‘500 Fahrgäste von der Verbesserung des öffentlichen Verkehrs, darunter auch Menschen mit Gehbehinderungen. Die 300‘000 Einwohner der Stadt Ostrava leiden weniger unter Luftverschmutzung und Lärm.
Kosten
Gesamtprojektbudget:
3,56 Mio. CHF
Höhe des Schweizer Beitrags:
3,03 Mio. CHF

Verantwortung für die Projektumsetzung
Aktiengesellschaft Dopravni Podnik Ostrava
Dauer
2012 - 2014

Weiterführende Informationen und Dokumente


Interne Links
Externe Links